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Lauschige Leseorte

30 Autoren und Autorinnen aus 13 Ländern, so viele wie noch nie, werden am ersten Juliwochenende in Leukerbad erwartet.

Leseorte sind wiederum der nostalgische Alte Bahnhof, die Dalaschlucht sowie verschiedene Bars, Lounges und Gärten von örtlichen Kurhotels. Dass die Betreiber des – wenig stimmungsvollen – Reha-Zentrums den Veranstalter die Zusammenarbeit gekündigt haben, hat sich beinahe als Glück erwiesen: Stattdessen wird im extra für den Anlass entleerten Innenbad der Alpentherme gelesen – mit Panoramablick.

Freitag um Mitternacht auf der Gemmipasshöhe liefert sich der am Bielersee wohnende Tiroler Autor und Schauspieler Händl Klaus einen sprachwitzigen Schlagabtausch mit dem Berner Christoph Simon, der als Überraschungsgast in letzter Minute aufs Programm gerutscht ist. Die Teilnahme am vermutlich beschaulichsten Lesefest Europas absagen musste der Rumäne Mircea C?rt?rescu, Träger des letztjährigen Spycher-Literaturpreises. Ihn ersetzt seine Preisträger-Nachfolgerin Joanna Bator. Auch Jürg Läderach kann nicht kommen, dafür reist der Autor, Musiker und bildende Künstler Thomas Kapielski aus Berlin an.

Preisgekrönte Newcomer

Eine der stärksten Fraktionen bilden die Schweizer Shootingstars der jüngsten Generation: mit Jonas Lüscher, Roman Graf und Jens Steiner. Mit der gebürtigen Ungarin Terézia Mora ist auch die aktuelle Trägerin des Deutschen Buchpreises in Leukerbad anzutreffen und mit dem aus Bosnien eingewanderten Deutschen Saša Staniši? die aktuelle Trägerin des Preises der Leipziger Buchmesse. Neben bekannten und arrivierten Schreibenden – beispielsweise Durs Grünbein, Bodo Hell und Navid Kermani – gibt es aber auch Entdeckungen zu machen: die Ukrainerin Tanja Maljartschuk beispielsweise, deren Roman «Neunprozentiger Haushaltsessig» durch die jüngsten politischen Ereignisse neue Aktualität gewonnen hat. sda

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