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Lernende erklären, Besucher staunen

Ahaben Lehrlinge der MSW ihre diversen Berufsausbildungen präsentiert.der Schule , die einst Metalli hiess

Sie bohren, drehen und fräsen, sie löten, nieten und schrauben: Vor zahlreichen Besuchern demonstrieren die MSW-Lernenden an diesem Tag der offenen Tür, welche Kenntnisse und Fertigkeiten sie sich während ihrer Ausbildung aneignen. Auf einem Rundgang kann man zuschauen, wie die angehenden Polymechaniker an computergesteuerten Maschinen Einzelteile und ganze Baugruppen herstellen. «Es gefällt mir, zu sehen, wie aus einem Metallstück ein fertiges Produkt entsteht», erklärt einer der angehenden Berufsleute einer Besuchergruppe. Polymechaniker stellen auch Werkzeuge für die Produktion von Werkstücken her. Sämtliche Teile werden am Schluss auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft und die Ergebnisse im Prüfprotokoll dokumentiert. Beim Anlagen- und Apparatebau erfahren die Besucher, wie die künftigen Berufsleute Bleche und Rohre verarbeiten. Diese verbinden sie durch Schweissen oder Löten, mit Nieten oder Schrauben. Dabei entstehen ganz unterschiedliche Produkte wie Maschinengehäuse, Kessel- und Rohranlagen für die Indus­trie, Apparate für Klima- und Heizanlagen oder Kücheneinrichtungen. Hergestellt werden die Werkstücke mit modernen Maschinen und Geräten. «Der Beruf eignet sich besonders für handwerklich geschickte Leute», erläutert ein Ausbilder den Besuchern. Nachher an die Fachhochschule Für elektrische Steuerungs- und Automatisierungssysteme sind die angehenden Automatiker zuständig. Ihrer Arbeit verdanken wir unter anderem, dass nach dem Münzeinwurf in den Getränkeautomaten das gewählte Produkt in den Dispenser fällt, sich automatische Schiebetüren zum richtigen Zeitpunkt öffnen oder bei Sonnenschein die Storen automatisch heruntergefahren werden. Ihn fasziniere der Einsatz modernster Technologie, sagt einer der Lernenden. Später will er eine Fachhochschule besuchen. Vorgestellt am Tag der offenen Tür haben sich auch die künftigen Elektroniker und Informatiker. Sie alle feiern das 125-Jahr-Jubiläum ihrer Schule. Diese wurde seinerzeit aus Mangel an gut ausgebildeten Schlossern und ­Mechanikern als Metallarbeiterschule Winterthur gegründet und startete mit 15 Lernenden. Heute nennt sich die Ausbildungsin­sti­tu­tion Mechatronik-Schule Winterthur (MSW). Sie bildet derzeit rund 240 junge Berufsfachleute in den oben beschriebenen Bereichen aus. Über die Hälfte der MSW-Abgängerinnen und -Abgänger besucht nach ihrer Berufslehre eine Fachhochschule. Geld fehlt, Petition fordert Viel zu reden gab am Tag der offenen Tür natürlich auch die Ankündigung von Schulvorsteher Stefan Fritschi (FDP), dass die ehemalige Metalli längerfristig kein Geld mehr von der Stadt erhalten soll. Winterthur könne es sich nicht leisten, eine Schule vor allem für Lehrlinge aus den umliegenden Gemeinden zu subventionieren. Deshalb sammelte die SP am Samstag vor der MSW Unterschriften für eine Petition zur Rettung der Metalli. Die heutige Mechatronik-Schule habe einen hervorragenden Ruf und sei wichtig für die Wirtschaft, sagt die SP. Sie schlägt vor, dass sich die Wirtschaft und der Kanton an der MSW beteiligen sollen («Landbote» vom Samstag).

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