Landluft

Letzte Chance für die Kyburg

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Sparen muss man in der Stadt Winterthur. Und zwar so sehr, dass nun die Schlösser der Stadt schliessen müssen. Ausser es findet sich ein privater Schlossherr, der die Arbeit auch ohne Entgelt erledigt. Die Landluft ist bei der derzeit vorherrschenden Hitze zwar nicht so frisch, dennoch könnte da dem einen oder anderen eine Idee kommen. Den Kyburgern zum Beispiel, denen sich mit der Finanzmisere der Stadt Winterthur so kurz vor der Fusion mit der Stadt Illnau-Effretikon eine letzte Chance bietet: Sie könnten die Schlossherrschaft an sich reissen.

Folgendes Szenario würde sich da anbieten. Die Kyburger, einst Herrscher über die ganze Region bis über die Kantonsgrenzen hinaus, könnten ihre Herrschaft wieder ausweiten, indem sie – schwuppdiwupp – die Winterthurer Schlösser gleich einnehmen und mit verwalten. Wie bei Firmenfusionen in der Privatwirtschaft könnte der Schlossherr oder die Schlossherrin (in der heutigen, modernen Zeit ist auch das denkbar) natürlich Synerigen nutzen. Die Buchhaltung und Administration für alle Schlösser geht in Zeiten des Internets doch gleich in einem. Und für die Besucherführungen gibts für jedes Schloss einfach einen offenen Tag pro Woche.

Und wer weiss? Sollten die Kyburger es schaffen, die Winterthurer Schlösser am Laufen zu halten, bekommt das vielleicht auch die Familie Werdmüller mit. Diese ist seit 1712 im Besitz des Schlosses Elgg. Traurig blicken Besucher und Einwohner des Landstädtchens oft auf den prächtigen Bau am Hang und wünschen sich, sie könnten ihn betreten. Denn derzeit wird der Öffentlichkeit der Zutritt verweigert. Eine Expansionsstrategie der Kyburger Schlossherren könnte es möglich machen, dass das Elgger Schloss endlich geöffnet wird. Denn wer drei Schlösser betreut, könnte doch ein viertes gleich auch noch ins Portfolio nehmen.

Erstellt: 17.07.2015, 08:25 Uhr

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