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Letzte Gemeindeversammlung ­ vor dem Zusammenschluss

Ein wenig Wehmut lag in der Luft. Es war das letzte Mal, dass die Politische Gemeinde und die Primarschule Berg am Irchel zusammen eine Gemeindeversammlung abhielten.

Nach Behördenwahlen gehören Verabschiedungen zu den Gemeindeversammlungen wie das Ketchup zu den Pommes frites an der Dorfchilbi. An der Gemeindeversammlung am Freitag im Landihaus war es diesmal etwas anders. Da wurde gleich die ganze Primarschulbehörde verabschiedet. Für immer. Die Schule Berg wird mit der im Herbst 2013 an der Urne besiegelten Fusion der Schulen im Flaachtal aufgelöst.

«Ich bedanke mich für die Zusammenarbeit. Wir waren manch­mal der gleichen Meinung, manchmal nicht, aber immer haben wir eine Lösung gefunden», sagte Gemeindepräsident Leo Schmid rückblickend. Für eine Mitarbeit in der neuen Schule stellen sich aus der Gemeinde Berg am Irchel die bisherige Schulpräsidentin, Vero­nika Pfister, und Mike Is­ler zur Verfügung. «Elf Behördenmitglieder braucht die neue Schule. Zurzeit sind es acht, die sich zur Wahl stellen. Wer Interesse hat, kann sich also melden», sagte Pfister.

Sinkende Schülerzahlen

Ein Gedanke aus ihrem Munde klang wie eine Liebeserklärung: «Die Schule hier in Berg ist ein Paradies für die Kinder. Das prägt sie positiv fürs Leben.» Doch die Präsidentin drückte auch ihre Sorge über die Zukunft aus: Auf das neue Schuljahr seien bloss neue Kindergärtler angemeldet. Insgesamt würden aus Berg und Gräslikon gerade noch 30 Kinder die Primarschule besuchen.

Die Primarschule nahm 41 000 Franken mehr an Steuern ein als erwartet. Trotzdem fiel das Defizit um rund 73 000 Franken höher aus als budgetiert. «Die Rückstellungen zur Sanierung der BVK ziehen sich wie ein roter Faden durch unsere Rechnung. 2013 kostete sie uns rund 80 000 Franken», sagte Gutsverwalter Mike Is­ler. Investitionen so kurz vor der Fusion habe man keine vorgenommen. Die 35 Stimmenden nahmen die Jahresrechnung mit einem Aufwand von 1,585 Millionen ohne Gegenstimme an.

Der Jahresrechnung der Politischen Gemeinde erwuchs ebenso keine Opposition. Bei einem Aufwand von 2,768 Millionen Franken resultierte ein Gewinn von 198 000 Franken. Budgetiert war ein Plus von 83 500 Franken.

Diskussion um Vermögen

Ein Ja gab es schliesslich zur Verord­nung über Beiträge an die familienergänzende, vorschulische Kinderbetreuung. Der Abstimmung voraus ging eine Diskussion über die maximale Höhe des steuerbaren Vermögens. In der vom Gemeinderat erar­bei­te­ten Weisung ist festgelegt, dass an Familien mit einem steuerbaren Vermögen von mehr als 300 000 Franken keine Elternbeiträge ausgezahlt werden sollen. Gerade Fa­mi­lien mit einem landwirtschaftlichen Betrieb hätten um den Jahreswechsel, wenn das steuerbare Vermögen erhoben werde, mehr Vermögen als im Rest des Jahres. Ge­erntet werde nun mal vorwiegend im Herbst. Damit würden sie benachteiligt, meinte ein Anwesender.

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