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LGT-Bank zur Politik der SNB

Der Chef der Fürstenbank aus Liechtenstein hätte es lieber gesehen, wenn die Nationalbank den Frankenkurs an einen Währungskorb gebunden hätte.

Lädt die LGT-Bank zum Mediengespräch, ist häufig Prinz Philipp von und zu Liechtenstein dabei. Er ist Stiftungsratspräsident der Fürstenbank. Der Entscheid der Nationalbank, den Frankenmindestkurs gegenüber dem Euro aufzuheben, findet Prinz Philipp nicht grundsätzlich falsch. «Ich hätte es aber lieber gesehen, wenn die Zentralbank den Frankenkurs an einen Währungskorb gebunden hätte», sagte er gestern in Bern. Sein Chief Investment Officer Marcel Schnyder findet vor allem das Timing unglücklich. «Ich vermute, die Nationalbank hat unter Zugzwang gehandelt.» Es hätte laut Schnyder im zurückliegenden Jahr günstigere Momente gegeben, die Wechselkursbindung aufzugeben und die Unabhängigkeit wiederzuerlangen. Phasen, in welchen der Aufwertungsdruck des Frankens weniger ausgeprägt war. In solchen Zeiten hätte sich der Franken bei Aufgabe der Wechselkursbindung nicht derart verteuert. Was die Einschätzung des Börsenjahres 2015 betrifft, hat sich laut Schnyder trotz des jüngsten Entscheids der Notenbank nicht viel verändert. Schweizer Staatsanleihen seien noch weniger attraktiv als zuvor. Besonders gefordert seien Pensionskassen, welche aufgrund von gesetzlichen Vorgaben einen hohen Anteil an Schweizer-Franken-Obligationen halten müssten. Er geht davon aus, dass die Vorgaben angepasst werden, sonst könnten die Vorsorgeeinrichtungen den gesetzlichen Mindestzins kaum mehr erwirtschaften.

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