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Lichte Höhen

Die Preisverleihung, das ist der Titel des Stücks, das heute im Casinotheater Winterthur gegeben wird. Denn das Haus bekommt den Kulturpreis der Stadt Winterthur überreicht, herzliche Gratulation. Auf der Bühne steht dann zur Begrüssung Michael Künzle, Stadtpräsident Winterthur. Und Markus Notter, alt Regierungsrat Kanton Zürich, hält die Festrede. Im Anschluss gibt es eine musikalische Umrahmung und anschliessend auch einen Apéro, wie das üblich ist an solchen Anlässen.

Vor drei Jahren haben Patrick Frey und Joachim Rittmeyer eine ganz eigene «Preisverleihung» im Casino­theater gemacht, die beiden wurden dafür nicht gerade mit Lob und Preis überschüttet. Denn diese Eigenproduktion des Hauses war eine etwas gewagte Sache, gespielt wurde da auch mit dem Publikum, und das Spiel ging etwa so: Die Hälfte der Gäste kam gar nicht in den Saal hinein und musste in der ersten Hälfte der Vorstellung im Foyer bleiben. Diesmal halten sich wohl alle an die Konvention, auch wenn das Haus, das für die erweiterte Form von Comedy steht, immer wieder gut für eine Überraschung ist – und das seit der grossen Eröffnung vor zehn Jahren.

Ein Glücksfall

Denn manche glaubten damals nicht so recht daran, dass das Casinotheater am richtigen Platz sei. Besonders die Zürcher meinten, ein Vorrecht auf Comedy zu haben. Jetzt aber kommen alle (auch von weiter her) ins Haus, ein paar Namen müssen hier genügen: Ursus & Nadeschkin, Elke Heidenreich, Gerhard Polt, Desirée Nick, Barbara Schönefelder, Lapsus und Co. Insgesamt wurden in den zehn Jahren rund 2600 Theatervorstellungen gezeigt, dies für mehr als 640 000 Besucher. Sie alle machten das Casinotheater zum Begriff, es gehört heute unter den Kulturin­sti­tu­tio­nen der Stadt zu den Leuchttürmen, die nach aussen strahlen, wie das Technorama, das Fotozentrum, die Sammlungen Oskar Reinhart. Und das Haus wird auch über den Tag hinaus leuchten. (bu)

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