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Lions kassieren bisher höchste Niederlage

Die ZSC Lions verloren in Zug 0:4, kassierten die bislang höchste Saisonniederlage und erzielten erstmals keinen Treffer. Dennoch bleibt der ZSC Leader der Nationalliga A.

An die alte Hertihalle in Zug haben die ZSC Lions nicht nur gute Erinnerungen. Die Spiele waren oft überhart, die Fans gerieten sich nicht selten in die Haare und der EVZ verliess das Eis mehrheitlich als Sieger. Dann wurde 2010 die Hertihalle abgebrochen. In der neuen Bossard-Arena dagegen scheinen sich die Zürcher wohlzufühlen. Hier ist es wie in fast allen neuen Stadien ruhiger, die Rivalität der ehemaligen Erzrivalen wurde kleiner und bei den letzten acht Duellen auswärts gewann immer der ZSC. Diese Serie sollte gestern enden. Beim ersten Saisonduell im Hallenstadion hatten die Zuger trotz einer 4:0-Führung nach dem ersten Drittel noch 4:6 verloren. Diesmal führte der EVZ dank eines Treffers von Robin Grossmann nach 20 Minuten nur 1:0. Die Zuger aber haben aus jener Niederlage gelernt. Sie blieben die ganze Partie defensiv diszipliniert und kassierten keinen einzigen Gegentreffer. Nicht umsonst verfügen die Zentralschweizer über die statistisch beste Abwehr der Liga, sie haben erst 24 Tore erhalten. Der grosse Rückhalt war Torhüter Tobias Stephan, der mehrmals gegen allein anstürmende Zürcher abwehrte. Zudem konnte Luca Cunti für den ZSC einen Penalty nicht verwerten. Der EVZ dagegen nützte seine weiteren Chancen konsequent durch Nolan Diem, Reto Suri und in letzter Sekunde Fabrice Herzog aus. Am verdienten Sieg des EVZ gab es am Ende keine Zweifel. Nicht durchgesetzt Der ZSC konnte nicht an die starke Leistung vom vergangenen Sonntag gegen den HC Davos anknüpfen. Optisch war der Meister zwar nicht unterlegen, aber in der gegnerischen Zone setzte er sich gegen die soliden Zuger Verteidiger selten durch. Auch suchte man den Abschluss zu wenig und wirkte zu verspielt. Möglich, dass die erneut vielen Absenzen das Team diesmal mitentscheidend schwächten. Gegen Davos hatten die Lions dies noch erstaunlich gut verkraften können. Die Absenzenliste dürfte sich aber bald lichten. Mike Künzle sass gestern die letzte seiner drei Sperren ab. Die verletzten Lukas Flüeler und Ryan Keller fallen nicht lange aus. Und Derek Smith wird seine Grippe auch nächstens überwunden haben. Gut zu gefallen wusste erneut der junge Denis Malgin, zudem traf Torhüter Niklas Schlegel keine Schuld an der Niederlage. ZSC-Trainer Marc Crawford ärgerte sich über die verpassten Chancen und einige gegen sein Team ausgesprochene Strafen. Tatsächlich mussten sechs Zürcher und nur ein Zuger auf die Strafbank. Doch letztlich war der Auftritt des Meisters diesmal nicht überzeugend. «Fast arrogant» Captain Mathias Seger fand harte Worte für die Leistung des Teams: «Wir haben genau so gespielt, wie man gegen Zug nicht auftreten darf. Ohne Härte und Emotionen, das war fast arrogant. Zudem dominierte der EVZ in der neutralen Zone.» Die ZSC Lions kassierten die bislang höchste Niederlage in der laufenden Saison, blieben erstmals ohne Torerfolg und verloren wieder in Zug seit einem 0:3 am 8. Januar 2011. Am kommenden Samstag in Ambri-Piotta und am folgenden Montag im Hallenstadion beim Derby gegen die Kloten Flyers bietet sich ihnen die Chance zur Korrektur für die gestrige klare Niederlage.

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