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Lottogelder für die Frühförderung

Das Projekt hat den Zürcher Regierungsrat überzeugt: Er spricht für die «Winterthurer Weiterbildungsinitiative» 250 000 Franken aus dem Lotteriefonds. 2014 soll der Kurs stattfinden.

Frühförderung ist dem Kanton wichtig. Der Regierungsrat unterstützt deshalb die «Winterthurer Weiterbildungsin- itiative» – eine Weiterbildung für Leiterinnen von Angeboten im Frühbereich. Er hat 250 000 Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt. «Das Pilotprojekt passt genau zur Strategie des Kantons in Sachen Frühförderung», sagt Stephan Civelli vom Lotteriefonds. Er spricht von einem Projekt, das «einmalig» ist. Regula Forster, Bereichsleiterin Familie und Jugend bei der Stadt, ist erfreut über den Beitrag des Kantons aus dem Lotteriefonds. «Es ist schön, dass der Regierungsrat dieses Experiment ermöglicht.» Mit dem Angebot wolle man Leute mit verschiedenen professionellen Hintergründen ansprechen. Das können etwa Krippen-, Spielgruppenleiterinnen, Mütter- und Väterberaterinnen oder auch Hebammen sein. Das Spannende am Kurs sei es, die Leute zu vernetzen, die mit Kindern im Vorschulalter zu tun haben. Praxisorientiert Die Weiterbildung ist in vier Module gegliedert: Umgang mit Vielfalt; Sprachförderung; Bewegung, Ernährung, Sinneserfahrungen und Natur; Zusammenarbeit mit Eltern. «Es wird sehr praxisorientiert gearbeitet, zum Beispiel wird eine Krippenleiterin einen Besuch bei einer Mütterberaterin machen», sagt Forster. Oder es werde Coachings geben. Ziel sei die Vernetzung und das gegenseitige Kennenlernen der Tätigkeiten. Die Kursteilnehmerinnen werden sehen, wie andere Kinder fördern. «So können sozial benachteiligte Kinder besser integriert werden.» Der Kurs wird 2014 bis 2016 angeboten und umfasst 16 Tage. Am Ende erhalten die 160 Teilnehmerinnen ein Zertifikat von der Stadt und Curaviva Weiterbildung, der Institution, die nun das Feinkonzept ausarbeitet. Insgesamt kostet der Kurs 1,1 Millionen Franken. Neben den Lotteriefondsgeldern gibt es auch Geld von der Stiftung Mercator Schweiz (ebenfalls 250 000 Franken), der Kantonalen Integrationsförderung (120 000 Franken) und dem Migros-Kulturprozent (11 000 Franken). Die Eigenleistung der Stadt in Form von Arbeitsstunden beträgt ebenfalls gut 250 000 Franken. Die restlichen Kosten werden durch Teilnehmerbeiträge gedeckt und Geld aus einem städtischen Fonds, das noch beantragt werden muss. Am Ende der Weiterbildung werde es auch eine wissenschaftliche Evaluation geben. Das Ergebnis wird laut Forster zeigen, wie sich die pädagogische Arbeit mit den Kindern verändert hat. Weitere Gelder im Pot Winterthur darf auf noch mehr Geld aus dem Lottotopf hoffen. Derzeit wird beispielsweise der Antrag der Stadt auf einen Beitrag von einer Million Franken für das Stadtjubiläum in der kantonsrätlichen Finanzkommission besprochen. 10 Millionen Franken sind für die grossen Winterthurer Kulturin­sti­tu­tio­nen reserviert: Laut Stephan Civelli sind für diese Gelder bereits Mitte Februar Gesuche eingereicht worden. Die Ideen von Musikkollegium, Kunstverein und Theater Winterthur würden nun geprüft.

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