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Lüthis verhaltene Freude über den nächsten Podestplatz

sepang. Geliebäugelt hatte Tom Lüthi beim GP von Malaysia mit dem Sieg, im verkürzten Moto2-Rennen resultierte ein dritter Platz. Dominique Aegerter wurde Fünfter.

Lüthi, der lange Zeit an zweiter Position fuhr, ehe er in der zweitletzten Runde von Pol Espargaro noch überholt wurde, fehlten am Ende 2,9 Sekunden auf den Sieger Esteve Rabat (3. Saisonsieg). «Nachdem ich am Anfang Espargaro überholt hatte, versuchte ich zu Rabat aufzuschliessen. Da habe ich viel investiert, doch es ging nicht. Danach ging mein Hinterradpneu regelrecht ein und ich hatte immer mehr Slides. Das nutzte Espargaro aus», sagte der Berner, dem entgegenkam, dass das Rennen nach einem Neustart sieben Runden kürzer war als ursprünglich geplant.

Wegen eines Sturzes des Spaniers Axel Pons und dar­auf folgenden (haarsträubenden) Kollisionen von weiteren Fahrern mit umherliegenden Trümmerteilen hatte das erste Rennen schon kurz nach dem Start abgebrochen werden müssen. Alle fünf involvierten Fahrer hatten jedoch Glück und blieben von grösseren Verletzungen verschont.

Der siebenfache GP-Sieger Lüthi sagte, dass «ein Podestplatz natürlich immer okay und auch ein positiver Auftakt in die drei Überseerennen ist. Doch als Rennfahrer ist man lieber Zweiter als Dritter und am schönsten wäre natürlich der Sieg.» Persönlich durfte er letztmals im Mai 2012 in Le Mans von zuoberst auf dem Podest winken. In dieser Saison erreichte der 125er-Weltmeister von 2005 zum vierten Mal eine Top-3-Rangierung. Schon in Mugello, Brünn und Silverstone war er jeweils Dritter geworden. Insgesamt in seiner GP-Karriere klassierte sich der 27-jährige Lüthi zum 30. Mal in den ersten drei (bei total 176 GP-Starts).

Heuer zum achten Mal in Top 5

Während Lüthi verletzungsbedingt und wegen zweier Rennstürze schon vier Nuller in der Bilanz stehen hat, konnte Dominique Aegerter seine beeindruckende Serie an Top-15-Klassierungen weiterziehen. Der 23-jährige Berner gewann zum 30. Mal hintereinander WM-Punkte, in dieser Saison klassierte er sich bereits zum achten Mal in den Top 5. «Es war ein schwieriges Wochenende, deshalb kann ich mit der Platzierung recht zufrieden sein», so Aegerter, der von Position 11 aus einen Blitzstart hinlegte und im Rennen lange Vierter war.

In der WM-Wertung bleibt Aegerter mit 133 Punkten Sechster, womit er nur noch fünf Zähler hinter dem Japaner Takaagi Nakagami liegt. Lüthi verbesserte sich um eine Position und ist mit 110 Punkten nun Achter. Der Gesamtleader heisst immer noch Scott Redding (224 Punkte), der in Sepang allerdings nur Siebter wurde. Der Brite führt nur noch mit neun Punkten Vorsprung vor Pol Espargaro.

Marquez mit WM-Titel vor Augen

Der GP von Malaysia brachte wohl die Vorentscheidung im MotoGP-Titelkampf. Marc Marquez vergrösserte in Sepang als Zweiter hinter seinem Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa (3. Saisonsieg) den Vorsprung im WM-Klassement auf Jorge Lorenzo auf 43 Punkte. Titelverteidiger Lorenzo (Yamaha) konnte im 15. von 18 Saisonrennen dem Honda-Werkduo nur zu Beginn Paroli bieten. Der zweimalige MotoGP-Weltmeister duellierte sich in der Anfangsphase heftig mit Marquez. «Ich wollte Marc zu Fehlern verleiten», so Lorenzo nach Rennende. Doch der erst 20-jährige Rookie, der mit seiner aggressiven Fahrweise oft an – und manchmal auch über – die Grenzen geht, bewahrte die nötige Ruhe. Kurz vor Rennhälfte setzte sich Marquez endgültig von seinem weitaus erfahreneren Landsmann ab. (si)

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