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Madonna lobt "Offenheit" Frankreichs bei Konzert in Paris

US-Popstar Madonna hat bei einem Konzert in Paris im Streit mit der rechtsextremen Partei Front National mit einem Lob an das tolerante Frankreich gekontert. "Ich weiss, dass ich eine gewisse Marine Le Pen sehr verärgert habe", sagte die Popdiva am Donnerstag.

Es sei nicht ihre Absicht, sich Feinde zu machen, erklärte Madonna gleich zu Beginn ihrer Show. Zu Zeiten, da es schwarzen Künstlern in den USA verboten gewesen sei, aufzutreten, seien Grössen wie Josephine Baker und Charlie Parker in Frankreich "mit offenen Armen" empfangen worden, sagte sie. Sie hätten sich in dem toleranten Land "willkommen" gefühlt. Heute herrschten indes "furchterregende Zeiten", erklärte die Sängerin weiter. "Volkswirtschaften brechen zusammen, die Menschen in Griechenland haben nichts zu essen, überall gibt es Leid und die Menschen haben Angst" rief sie. "Und was passiert, wenn Menschen Angst haben? Sie werden intolerant", sagte Madonna in Anspielung auf die rechtsextreme Partei. Zu dem Sonderkonzert in der Veranstaltungshalle Olympia waren rund 2700 Menschen gekommen, darunter auch der ehemalige James-Bond-Darsteller bekannte Pierce Brosnan. Mit ihrem Auftritt vermochte Madonna insgesamt allerdings kaum zu punkten, stattdessen stellte sie die Duldsamkeit der Konzertbesucher auf eine Probe. Als die Sängerin die Bühne nach nur 45 Minuten wieder verliess, wurde sie dafür mit Buhrufen bedacht. Einige Konzertbesucher forderten lauthals ihr Geld zurück. Der Auftritt am Donnerstag wurde live auf der Online-Plattform YouTube übertragen. Bis Freitagmorgen gaben mehr als 12'000 Nutzer dem Kanal, der das Konzert ausgestrahlt hatte, eine negative Bewertung. Nachdem sie bei einem Konzert in Paris Mitte Juli ein Video gezeigt hatte, in dem FN-Chefin Marine Le Pen kurz mit einem Hakenkreuz auf der Stirn zu sehen war, droht Madonna eine Klage des Front National. Den Clip wiederholte Madonna am Donnerstagabend nicht. (sda)

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