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Mahnmal für Hexen

313 Jahre nachdem in Zürich letztmals Menschen wegen Hexerei getötet worden sind, soll ein Mahnmal an die Opfer dieses dunklen Kapitels der Geschichte erinnern. Der Zürcher Gemeinderat hat gestern ein SP-Postulat mit 70 zu 49 Stimmen überwiesen, das eine solche Ehrbezeugung vorschlägt. Von 1487 bis 1701 hat die Exekutive des Stadtstaats Zürich 79 Todesurteile wegen Hexerei ausgesprochen – 4 für Männer und 75 für Frauen.

Es sei keine staatliche Aufgabe, ein Denkmal aufzustellen, meinte die CVP. Das könne auch ein Privater tun. Ein SVP-Sprecher bezweifelte, dass alle der Hingerichteten tatsächlich nichts verbrochen hätten. Dies sei erst einmal zu recherchieren. Statt ein Mahnmal aufzustellen, solle man lieber an den eigenen Vorurteilen arbeiten, sagte ein FDP-Vertreter. Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) erklärte, der Stadtrat sei eigentlich nicht der richtige Adressat für den Vorstoss. Rechtsnachfolger des damals urteilenden Gremiums sei der Kanton. sda

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