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«Man spürt, dass Vancouver eine Hockeystadt ist»

Luca SbisaDer Wechsel von den Anaheim Ducks zu den Vancouver Canucks hat für den Zuger Luca Sbisa einiges verändert.

Die Umstellung auf dem Eis war für Luca Sbisa nach seinem Wechsel von den Anaheim Ducks zu den Vancouver Canucks noch das kleinste Problem. Die Bedeutung des Eishockeys ist in Kanada und der Olympiastadt von 2010 natürlich ungleich grösser als im Grossraum Los Angeles. «Das Stadion ist immer voll, es herrscht eine fantastische Stimmung. Wenn man durch die Strassen oder einkaufen geht, spürt man, dass Vancouver eine Hockeystadt ist – jede zweite Person trägt ein Canucks-Shirt oder eine Canucks-Mütze.» Das passt dem 24-Jährigen, anderseits wird am neuen Arbeitsort jeder Fehlpass medial aufgearbeitet, was den Druck erhöht. Doch davon lässt sich Sbisa nicht verrückt machen: «Wenn ich nicht im Stadion bin, schalte ich ab. Ich lese keine Zeitungen und schaue kein Eishockey im Fernsehen.» Schirm und Regenjacke Schon mehr Mühe bereitet ihm das Wetter, seit er von «sunny California», wie er es selber nennt, in den Norden gezogen ist. Er musste Stiefel und eine Regenjacke kaufen. «Ich war gewohnt, dass es im Jahr insgesamt nur eine Woche regnet. Wenn es nun drei Wochen am Stück regnet, ist das ziemlich deprimierend», gibt der Verteidiger zu. Und dann berichtet er, wie er sich nach einer längeren Auswärtsreise in Anaheim jeweils gefreut habe, wenn er am Morgen die Sonne und die Palmen gesehen habe. «In dieser Saison kamen wir vom Roadtrip zurück, und als ich aufwachte, regnete es in Strömen – und hörte dann eine Woche lang nicht auf.» Luca Sbisa erzählt dies nicht in wehleidigem Ton, sondern lachend. Sofort streicht er wieder das Positive heraus: «Aber an einem sonnigen Tag ist Vancouver wunderbar; es gibt wohl keine schönere Stadt auf der Welt.» 20 Kisten zu viel Seine Freundin, die er an den Olympischen Spielen 2010 kennen lernte, stammt aus der Metropole an der Westküste. Mit ihr und der elf Monate alten Berner Sennenhündin Heidi wohnt er in einer Stadtwohnung. Auch den Wechsel vom Haus in Newport Beach in ein verhältnismässig kleines Apartment bezeichnet Sbisa als «grosse Umstellung. Jetzt haben wir rund 110 Quadratmeter zur Verfügung, zuvor ist es dreimal mehr gewesen.»

Es sei eng, das zweite Schlafzimmer sei eher ein Lagerraum, erzählt Luca Sbisa schmunzelnd. «Wir fuhren mit dem Auto nach Vancouver, und als wir alles ausgeladen hatten, war die Wohnung voll. Eine Woche später kam dann noch der Lastwagen vom Umzugsunternehmen mit 20 weiteren Kisten. Ich weiss nicht, wie meine Freundin alles verstaut hat – sie muss zaubern können. Aber wenn man einen Schrank öffnet, fallen die Sachen fast heraus.»

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