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Marcel Hess kassiert zwei Spielsperren

Pfadi startet geschwächt in den Europacup und muss zweimal auf seinen wichtigsten Spieler verzichten: Marcel Hess wurde von der EHF zu hart bestraft.

Im ersten Spiel der Gruppe A des EHF-Cups setzte sich der Bundesligist HSV Hamburg zu Hause gegen den slowenischen Spitzenklub Gorenje Velenje 33:28 (15:14) durch. Dieses Europacupthema allerdings interessierte gestern in Winterthur nur am Rande.

Rekurs abgelehnt

Denn es hatte der Europäische Handballverband bekannt gegeben, dass er Pfadis Rekurs gegen zwei Sperren für Marcel Hess abgelehnt habe. Hess, Captain, Schlüsselspieler und mit 36 Toren bester Skorer aller EHF-Cup-Teams, wird am Samstag in Norwegen gegen Haslum und am nächsten Mittwoch im Heimspiel gegen Hamburg fehlen, was eine erhebliche Schwächung darstellt. Eine unverdiente. Denn in einer Szene, die von den portugiesischen Schiedsrichtern höchstens am Rande bemerkt werden konnte und von der keine schlüssigen Videoaufnahmen existieren, war Hess viel mehr Opfer als Täter: In der 52. Minute des Rückspiels der dritten EHF-Cup-Runde Ende November in Oberseen gegen den HK Topolcany kämpften Hess und Victor Donoso Andalaft um den Ball. Topolcanys chilenischer WM-Spielmacher bear­bei­te­te am Boden den unter ihm liegenden Hess mit dem Unterarm an Hals und Kopf. Der Winterthurer liess sich das Ganze erstaunlich lange gefallen, ehe er sich freikämpfte. Die Folge: Beide Spieler sahen rot. Hess erachtete dies nach dem Match in beiden Fällen für übertrieben. Ähnlich äusserte man sich aufseiten von Topolcany. Die Schiedsrichter werteten das in ihrem Rapport jedoch anders, wobei sie wohl nicht die ganze Szene gesehen hatten.

Keine Sperre für Ellbogenfoul

Das erstinstanzliche Urteil traf Mitte Januar ein: je zwei Sperren für Donoso Andalaft (Tätlichkeit) und Hess (Revanchefoul). Rekurs hatte Pfadi wegen der mangelhaften Beweislage eingereicht. Nun wird man sich in Winterthur zu Recht darüber ärgern, dass der Schiedsrichterrapport der Glaubwürdigkeit vorgezogen wurde. Erstaunlicherweise erhielt der slowakische Kreisläufer Boris Sivak, der sich eine Viertelstunde zuvor mit dem Ellbogen an Pfadis Dino Bajram gerächt hatte, keine Sperre. Obschon es die üblere Aktion war.

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