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Matchball erkämpft und vergeben

winterthur. Die Red Ants ringen Piranha Chur auswärts 5:4 nieder und vergeben den erar­bei­te­ten Matchball gleich wieder mit einer 1:4-Niederlage in Oberseen.

In Chur zeigten die Red Ants alle Qualitäten, die es braucht, um Piranha zu schlagen – kompromisslose Abwehrarbeit und eine exzellente Chancenverwertung. Piranha ging in Führung, aber Claudia Kunz, Andrea Kern und Alexandra Frick wendeten bis zur 46. Minute das Blatt. Diesen Rückstand vermochten die Bündnerinnen zwar wieder wettzumachen. Und auch Sandra Dirksens 3:4 in der 55. Minute bedeutete noch nicht die Entscheidung, da Corin Rüttimann noch einmal ausglich. Aber Daniela Stettler sorgte in der 59. Minute für den Siegtreffer, der den Red Ants einen Matchball für den Einzug in den Final bescherte. «Wir machten aus sechs Chancen fünf Tore», bilanzierte Stettler nach dem Auswärtssieg den gelungenen Auftritt.

Diese Effizienz liessen die Red Ants im Heimspiel vom Sonntag vermissen. Nach einem erneuten frühen Rückstand glich Daniela Stettler aus – einhändig drosch sie einen hohen Auswurf Jonna Mäkeläs volley ins Netz. Doch im zweiten Abschnitt verpassten es die Winterthurerinnen, Piranha in Rückstand und somit in die Nähe des Saisonendes zu bringen. Stettler traf nur die Latte, andere Abschlüsse gerieten zu hoch oder wurden zu einer Beute von Piranhas finnischer Torhüterin Tiltu Siltanen. Und in der 39. Minute unterlief Karin Stettler der Fehlpass, der Piranha auf die Siegesstrasse brachte – Seraina Ulber brauchte den Ball nur noch ins leere Tor zu bugsieren.

Frühe Verabschiedungen

Dieser Führungstreffer in einer Phase, in der die Red Ants besser waren, brachte Piranha in einer harten, teilweise gar giftig geführten Partie das nötige Selbstvertrauen zurück. Rüttimann erzielte in der 53. Minute das entscheidende 1:3 – Mirca Andereggs 1:4 fiel, als die Red Ants vergeblich mit einer zusätzlichen Feldspielerin anrannten. «Die Härte im Spiel war nicht das Problem – in der Qualifikation fragte ich mich oft genug, ob wir eigentlich beim Ballett sind», meinte Daniela Stettler. «Aber aus den Chancen im Mitteldrittel hätten wir natürlich mehr machen müssen», fügte sie an.

Somit steht es in der Serie 2:2, am kommenden Samstag kommt es in Chur zum entscheidenden fünften Duell. Die Red Ants verabschiedeten zur Sicherheit schon einmal die nach Finnland zurückkehrenden Söldnerinnen Jonna Mäkelä und Laura Kokko sowie die zurücktretende Deutsche Sandra Dirksen. Wenn die Winterthurerinnen zur Torgefährlichkeit der Samstagspartie zurückfinden, muss es noch nicht der letzte Auftritt in Oberseen gewesen sein. Dann käme noch mindestens eine Finalpartie gegen Dietlikon hinzu, das Zug in der anderen Halbfinalserie mit 3:0 in die Ferien schickte.

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