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Mehr als 330 Tote

Laut Überlebenden sind mehr als 330 Flüchtlinge in den letzten Tagen im Mittelmeer ertrunken oder erfroren.

Bei dem jüngsten Flüchtlingsdrama vor Lampedusa kamen möglicherweise über 330 Menschen ums Leben. Dies erklärte gestern eine Sprecherin des UNO-Flüchtlingswerks (UNHCR). Sie bezog sich auf Angaben von Überlebenden. Bei schlechtem Wetter seien drei Schlauchboote mit jeweils rund 100 Flüchtlingen unterwegs von Libyen nach Sizilien gewesen. Auf einem waren zu Beginn der Woche 29 erfroren. Auf zwei weiteren Booten seien insgesamt mehr als 210 Menschen gewesen. «Von diesen überlebten nur neun», erklärte UNHCR-Sprecherin Carlotta Sami. Sie seien nach vier Tagen auf dem Meer gerettet worden. Die anderen 203 habe das Meer verschluckt. Überlebende berichteten von einem vierten vermissten Boot mit möglicherweise mehr als 100 Menschen an Bord. Deren Schicksal ist ungewiss. Italienische Rettungskräfte suchten am Mittwoch nach den vermissten Flüchtlingen. Helikopter, Flugzeuge und Schiffe der Marine patrouillierten den Seeraum 100 Meilen südlich von Lampedusa. Die Suchaktion habe bisher keine Ergebnisse ergeben, teilte die Küstenwache mit.

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