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Mehr Einwohner, mehr Autos, mehr Stau

Massen von Fahrzeugen fahren täglich durch die Stadt. Die Verkehrsstatistik zeigt genau auf, wie viele Autos wann wo sind.

Der durchschnittliche Winterthurer Haushalt besass 2011 0,844 Personenwagen. Ge­gen­über dem Vorjahr, in dem der Schnitt bei 0,854 gelegen hatte, bedeutet das eine leichte Abnahme. Trotzdem fuhren 2011 fast 1000 Autos mehr durch die Strassen, denn die Zahl der Haushalte stieg in diesem Zeitraum von 49?550 auf 51?200, diejenige der Einwohnerinnen und Einwohner von 103?050 auf 104?530 und die Anzahl der registrierten Personenwagen von 42?340 auf 43?230. Nicht grösser geworden ist im fraglichen Zeitraum jedoch das Winterthurer Strassennetz. Entsprechend viel Verkehr fliesst durch die Strassen, wie aus der 101 Seiten dicken Statistik zum Winterthurer Verkehr 2011, welche die Stadt gestern veröffentlicht hat, zu entnehmen ist. Von einer Zunahme des Verkehrs sind nicht alle Strassen betroffen. Während an der Unteren Vogelsangstrasse der durchschnittliche Tagesverkehr von 17?300 auf 17?800 Fahrzeuge angestiegen ist, ist die Zahl der Fahrten an der Grüzefeldstrasse von 14?100 auf 12?900 gesunken, jene am Oberen Deutweg ist mit 7700 gleich hoch wie im Vorjahr. Am meisten Verkehr zu bewältigen hat die Zürcherstrasse, wo im Bereich der Auwiesenstrasse zu Spitzenzeiten bis zu 1032 Fahrzeuge pro Stunde in Richtung Autobahn fahren. Auf der A1 hat denn der Gesamtverkehr auch um vier Prozent zugenommen. «Unser bestehendes System ist gesättigt», sagt der städtische Gesamtleiter Verkehr, Raffael Noesberger. Alarmierend seien die Zustände aber nicht. Irgendwo gehöre es zum Wesen einer Stadt, dass hin und wieder der Verkehr stocke. «Es ist aber dennoch wichtig, dass wir rechtzeitig Massnahmen ergreifen.» Als wichtigsten Punkt sieht Noesberger, dass das Busnetz reibungslos funktioniert. Dass Busse auf einigen Strecken zu Stosszeiten regelmässig im Stau stehen, hält er für fatal. «Ein stabiler Fahrplan ist für uns ein absolut zentrales Anliegen.» Ansonsten fühlten sich die Leute dazu animiert, öfter das eigene Auto zu nehmen – und so würden die Strassen noch stärker verstopft. Mehr Unfallopfer Trotz Zunahme der Verkehrsteilnehmer ist die Zahl der Unfälle letztes Jahr leicht zurückgegangen. Relativiert wird diese an sich erfreuliche Entwicklung dadurch, dass bei den 1350 Unfällen (2010: 1378) 288 Menschen verletzt wurden, 14 mehr als im Vorjahr. Todesopfer forderte der Winterthurer Strassenverkehr auch 2011 keine. Spitzenreiter der Unfallorte ist die Kreuzung Wülflinger-/Neftenbacher­strasse mit 14 Vorfällen. Hingegen scheint die veränderte Spurführung bei der Zürcher-/Auwiesenstrasse in Richtung Zürich Wirkung zu zeigen: Ge­gen­über dem Jahr 2010 halbierte sich dort die Zahl der Unfälle von 20 auf 10.

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