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Mehr illegale Ausländer verzeigt

Winterthur verzeichnete 2012 leicht mehr Gewaltdelikte und massiv mehr Verstösse gegen das Ausländergesetz.

Das war sogar für Polizeivorsteherin Barbara Günthard-Maier (FDP) eine kleine Überraschung: 60 Prozent mehr Verstösse gegen das Ausländergesetz wurden letztes Jahr in Winterthur verzeichnet, total 547 Fälle. Die Stadträtin erklärt die Zunahme mit dem «verstärkten Hinsehen» ihrer Polizeikräfte. «Anfang 2012 trafen immer mehr Anzeigen und Hinweise aus der Bevölkerung ein, die sich über delinquierende Ausländer oder Kriminaltouristen beschwerten.» Kantons- und Stadtpolizei hätten das Problem daraufhin zum Schwerpunktthema gemacht.

Dass sie in Winterthur besonders oft fündig wurden, erklärt Günthard-Maier mit der geografischen Lage: «Winterthur ist mitten im Fadenkreuz verschiedener Durchgangszentren und ausserdem grenznah.» Nahe genug, dass Banden aus dem Ausland mit dem Auto für einen Einbruch nach Winterthur führen. Bei Asylsuchenden standen eher Diebstahl oder der Handel mit Drogen im Vordergrund. Kam es zur Verhaftung, wurden pro Person oft gleich mehrere Delikte angezeigt, etwa Diebstahl, illegale Einreise und illegaler Aufenthalt. Auch so lasse sich ein Teil der Zunahme erklären.

«Dennoch sicherste Grossstadt»

Günthard-Maier fühlt sich nicht weniger sicher. «Die Zahlen zeigen, dass die Polizei hinsieht und durchgreift – gerade rund um den Bahnhof.» Winterthur sei unter den sechs grössten Städten nach wie vor die sicherste. «Dar­auf können wir stolz sein.» Diebstahl und andere Vermögensdelikte stiegen nur leicht um 1,5 Prozent, Delikte gegen Leib und Leben gingen um 6,8 Prozent zurück.

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