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Mehr Schaden durch Kartenmissbrauch wegen Datenklau im Internet

Europas Währungshüter warnen Kredit- und EC-Kartennutzer vor zunehmendem Datenklau im Internet. Erstmals seit vier Jahren nahm 2012 der Betrug mit Plastikgeld insgesamt wieder zu.

Dies teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag anhand jüngster ausgewerteter Daten mit.

Hauptursache: Immer häufiger greifen Kriminelle Kartendaten und Geheimnummern (PIN) bei Zahlungen ab, die online, per E-Mail oder am Telefon abgewickelt werden. Inzwischen gehen 60 Prozent der Schadenssumme auf diesen Kanal zurück - Tendenz seit Jahren steigend.

Den Gesamtschaden durch Kartenmissbrauch für das Jahr 2012 bezifferten die Währungshüter auf 1,33 Mrd. Euro. Das waren 14,8 Prozent mehr als 2011.

Die Daten beziehen sich auf den Zahlungsraum Sepa, der 32 Staaten umfasst: alle 27 damaligen EU-Mitglieder sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz. Die höchsten Schäden durch Kartenmissbrauch gab es im Schnitt bei Karten, die in Frankreich, Grossbritannien und Luxemburg ausgegeben wurden.

Mehr tun für sichere Online-Bezahlungen

"Die Daten zeigen, dass wir wachsam gegenüber Kartenmissbrauch bleiben müssen", erklärte EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio. Die Notenbank mahnte, es müsse mehr für sichere Online-Bezahlungen getan werden - zumal immer mehr Verbraucher diesen Weg nutzten. Verfahren wie das Generieren von Einmal-PINs per Kartenleser seien notwendig, weil Datendiebe mittlerweile auch ausgeklügelte Techniken anwendeten.

Mit Kartendubletten indes können Kriminelle in Europa kaum noch etwas anfangen. Die sogenannte EMV-Technik mit einer Art Mini-Computer in den Karten habe für mehr Sicherheit gesorgt, bekräftigte die EZB. Bei solchen Karten wird der Datensatz verschlüsselt, die Karte bei Gebrauch auf Echtheit geprüft. Zusätzlich gibt es eine PIN.

Statistisch gesehen ist die Gefahr, beim Bezahlen mit Plastikgeld Opfer von Datendieben zu werden, insgesamt relativ gering. 2012 waren nach EZB-Angaben 0,038 Prozent von 3,5 Billionen Transaktionen im Sepa-Zahlungsraum betroffen. Von 2635 Euro, die per Kredit- und Debitkarte ausgegeben wurden, fiel einer Betrügern in die Hände.

(sda)

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