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Mehr Unterstützung

Die Kloten Flyers sind ansprechend unterwegs. Aber in den ersten zwei Partien hat man ausser Positivem auch die fehlende Breite gesehen.

Eines ist nach den zwei ersten von 50 ­total 50 Runden klar: Die Kloten Flyers leiden nicht allgemein an einem Pro­blem in der Offensive, wie man aufgrund der mageren Ausbeute in der Vorbereitung hatte befürchten müssen. Sie leiden auch nicht an mangelnden Emotionen, wie man das im letzten verpatzten Winter gesehen hatte, als einige Spieler einfach ihr Programm herunterspulten. Was das 5:1 gegen Davos und das 2:3 gegen den HC Lausanne im ersten Auswärtsmatch aber zeigten: Zurzeit sind zu wenige fähig, Treffer zu schiessen; zurzeit sind noch zu wenige fähig, in kritischen Phasen ihren wichtigen Beitrag zum Erfolg leisten zu können. Oder ganz einfach gesagt: Die Flyers bestätigten die Einschätzung vor der Saison, dass es ihnen noch an Breite fehlt. Vor dem starken Martin Gerber wurde die Si­tua­tion dank der Transfers der letzten Woche so weit verbessert, dass die beiden ersten Blöcke nach vorne funktionieren. Tommi Santalas Linie mit Peter Mueller und Matthias Bieber erzielte vier der bisher sieben Treffer, zwei kamen von der Formation mit Michael Liniger, Simon Bodenmann und Captain Victor Stancescu. Dieses Trio war auch in Lausanne das gefährlichste. Keine Sperre für Vandermeer Dahinter aber klafft eine Lücke. Altmeister Marcel Jenni hielt bisher die dritte Linie mit seinem Engagement am Leben, Janick Steinmann und Robin Leone müssen mehr beitragen. Das gilt auch für die Lemm-Linie mit Romano und Aurelio sowie Luka Hoffmann. Wollen die Kloten Flyers eine Rolle unter den ersten acht Mannschaften der Liga spielen, benötigen sie mehr Unterstützung und richtige Entscheidungen aus den hinteren Reihen. Das würde auch mithelfen, die Anzahl der Strafen zu reduzieren. Denn mit 18 mal 2 Minuten sassen so oft wie sonst bei keinem Team Spieler auf der Strafbank. Auch wenn gerade in Lausanne die Schiedsrichter nicht immer das richtige Gespür für die Si­tua­tion zeigten, ist das doch alles andere denn eine gute Tendenz. Die drei Lausanner Tore fielen alle in einer Klotener Unterzahl. Seine ersten Erfahrung mit den Auslegungen in der Schweiz machte Jim Vandermeer mit seinem Fight gegen Alain Reist. Die Provokationen gehören mit zur Lausanner Taktik. Die Klotener Coaches hatten ihren kanadischen Verteidiger davor gewarnt, die Handschuhe auszuziehen, im Wissen darum, dass das Strafmass dann erhöht wird. Reist, ein ehemaliger Klotener, und Vandermeer aber duellierten sich am Ende mit blossen Fäusten. Der Zwischenfall hatte immerhin zur Folge, dass die Liga die neue Rechtsprechung prüfen konnte. Die Schiedsrichter verhängen ja nur noch Fünfminutenstrafen; ob es eine Matchstrafe oder eine Spieldauer-Disziplinarstrafe war, wird durch ein Gremium, das sich die TV-Bilder anschaut, festgelegt. Vandermeer wurde nur mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt, er steht also am Dienstag im Heimspiel gegen Biel wieder zur Verfügung. Coach Felix Hollenstein und Assistent Kimmo Rintanen studierten bereits gestern den nächsten Gegner und einige Korrekturen, die sie in ihrer Equipe anbringen wollen. Eine davon dürfte sein, dass sie den Gegenspielern nicht nur vor dem eigenen Tor (wie beim dritten Tor Lausannes) weniger Raum gewähren. (jch)

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