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Metzgerei verkaufte Pferd statt Rind

Nach einem TV-Bericht untersucht das ­kantonale Labor eine fehlbare Metzgerei. Doch das dürfte ohne Folgen bleiben.

Die Metzgerei Weiss in Hausen am Albis hat Kunden mit Pferdefleisch getäuscht, das sie als mariniertes Rindfleisch verkaufte. Ausserdem ging als Zander deklarierter Pangasius über die Theke. Das zeigt ein am Dienstag im «Kassensturz» ausgestrahlter Bericht. Die Reporter waren einem Hinweis einer Kundin nachgegangen und liessen im Labor Fleisch untersuchen, das sie in der Dorfmetzgerei verdeckt eingekauft hatten.Die Metzgerei Weiss, ein Familienbetrieb, zeigt sich «tiefst erschrocken». In einer Stellungnahme auf ihrer Webseite schreibt die Metzgerei, ein neuer Mitarbeiter sei selbstständig verantwortlich für die pfannenfertigen Rindfleischartikel gewesen. Offenbar habe er eigenmächtig Pferdefleisch verwendet, wenn zu wenig Rindfleisch vorhanden war. Der Mitarbeiter sei inzwischen frei gestellt. Beim falschen Fisch wiederum habe man es versäumt, nach einer Umstellung die Deklaration zu ändern.

Es gilt die Unschuldsvermutung

Die für die Lebensmittelkontrolle zuständigen Kantonschemiker untersuchen nun den Sachverhalt. «Wir bedauern, dass die betroffene Kundin nicht direkt an uns gelangt ist», sagt Bruno Pacciarelli vom kantonalen Labor. Die Inspektoren können jetzt nämlich nur Fleisch überprüfen, das sie nach der Aufdeckung durch den «Kassensturz» vorfanden. Ob die fehlbare Metzgerei zu diesem Zeitpunkt noch an der falschen Deklaration festhielt, ist fraglich. «Wenn die Untersuchung keine Mängel zu Tage bringt, können wir keine Anzeige erstatten», so Pacciarelli. Möglich bleiben Anzeigen im Privatrecht, etwa durch betroffene Kunden.Konsequenzen zieht dagegen der Schweizer Fleisch-Fachverband. Zwar gelte die Unschuldsvermutung, man werde aber möglichst rasch über den Ausschluss des Metzgers diskutieren, sagte Präsident Rolf Büttiker gegenüber «Radio 1»

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