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Midi ist das neue Mini

Der neue Mini wirkt deutlich grösser, Porsche hat den Cayenne geschrumpft und auch beim BMW-4er-Cabrio zielen die Europäer auf die neue Mitte.

Die europäischen Hersteller wagen gezwungenermassen den Spagat: Da die Automessen in Tokio und Los Angeles parallel stattfinden, zeigen sie gleich an beiden Orten ihre Weltpremieren. Und auch bei den vorgestellten Neuheiten ist zu spüren, wie die Autobauer den Ausgleich zwischen den ganz unterschiedlichen Märkten suchen. Die dritte Generation des neuen Mini hat auf zwei Kontinenten einen grossen Auftritt – im wortwörtlichen Sinn. Denn der Kleinwagen ist ganz schön maxi geworden. Zehn Zentimeter in der Länge und vier Zentimeter in der Breite haben die Engländer draufgepackt. Zusätzlich wirkt das Design mit einer höher positionierten Motorenhaube und grossen Rückleuchten deutlich wuchtiger. Trotzdem bleibt der Mini insgesamt dem Retrofeeling treu, was ja ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Modell aus England ist. Im Interieur hat sich die BMW-Tochter etwas davon gelöst und einige dem verspielten Design geschuldete Mängel behoben. Die Fensterheber etwa befinden sich nun in den Türen, der Tacho neu direkt im Blickfeld des Fahrers. Das grosse Rundinstrument in der Mitte dient nur noch als Info- und Navi-Display. Insgesamt fühlt sich der Mini hochwertiger an, hebt sich aber immer noch von der Masse ab. Vom Grössenzuwachs profitiert übrigens vor allem der Kofferraum, der um rund 50 Liter auf 211 Liter wächst. Zur neuen Plattform kommen auch eine neue Motorengeneration mit Drei- und Vierzylindern von 116 bis vorerst 192 PS. Dank Head-up-Display, Assistenzsystemen und adaptiver Federung lässt sich der Mini noch luxuriöser ausrüsten als bisher. Preislich bleibt der im Frühling startende Mini wie bisher midi: Er ist ab 20?900 Franken zu haben. Porsche entwickelt seine SUV-Palette auch in Richtung Mitte, allerdings aus der anderen Richtung. Der Cayenne wird zum Macan geschrumpft, zum ersten kompakten SUV der Luxusmarke. Optisch sind die Anleihen vor allem von vorne zu sehen, während die Rücklichter an den 911er erinnern. 50?000 Fahrzeuge pro Jahr wollen die Deutschen produzieren, damit wird der Sportwagen- endgültig zum Geländewagenhersteller. Macan und Cayenne machen bald zwei Drittel der Verkäufe aus. Drei Varianten des kompakten SUV sind zum Marktstart lieferbar: Der Macan S mit 3-Liter-V6-Biturbo und 340 PS. Der S-Diesel mit 3-Liter-V6-Turbo mit 258 PS, der nur 6,1 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll. Und der Turbo mit 400 PS aus dem 3,6-Liter-V6, der in 4,8 Sekunden von null auf hundert Stundenkilometer beschleunigt. Das dynamische Fahrwerk und das Allradsystem mit Torque Vectoring unterstützen die sportlichen Ambitionen des 1,8 Tonnen schweren SUV. Ab 5. April startet der Verkauf in der Schweiz, die Preise beginnen bei 76?100 Franken, der Turbo kostet mindestens 105?000 Franken. In einem ähnlichen Preisbereich, nämlich ab 87?900 Franken, ist auch die Coupé-Version des Jaguar F-Type angesiedelt. Der ganz aus Aluminium gefertigte Sportwagen hat eine deutlich höhere Steifigkeit als das Cabrio und ist daher noch stärker auf Fahrdynamik ausgelegt. Die Kabine wurde weit nach hinten gezogen und schön tailliert. Der verstecke Spoiler fährt erst ab 100 Stundenkilometern heraus. Für genug Power sorgen Motoren mit mindestens 340 PS. Während beim Cabrio die Topversion von 495 PS angetrieben wird, leistet der V8 des F-Type R 550 PS und beschleunigt den Flitzer in 4,2 Sekunden auf Tempo 100. Das R-Coupé hat zwei miteinander verbundene Systeme, um die geballte Motorenkraft zu bändigen: eine Hinterachsdifferenzialsperre und Torque Vectoring. Dabei werden in schnellen Kurven die Räder einzeln abgebremst. Der Kofferraum fasst übrigens 407 Liter, kein schlechter Wert für einen Sportwagen. BMW sieht Entwicklungspotenzial zwischen den bestehenden Baureihen und positioniert daher die neue 4er-Reihe zwischen 3er und 5er. Nach dem Coupé haben die Deutschen in Tokio und LA das Cabrio vorgestellt. Die elegante, über 4,6 Meter lang gezogene Silhouette wird mit einem dreiteiligen Hardtop kombiniert, das sich in 20 Sekunden öffnen lässt. BMW verspricht eine überdurchschnittliche Geräuschdämmung, damit man den offenen 4er in jeder Jahreszeit einsetzen kann. Das neue Modell lässt sich mit kraftvollen Motoren kombinieren, im 435i etwa mit einem 3-Liter-Reihen-Sechs-Zylinder mit 306 PS. So beschleunigt das Cabrio in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer. Und das ist alles andere als Mittelmass.

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