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Milder Berufungsentscheid für FCB-Hooligan

Im Prozess um einen fanatischen Fan des FC Basel entschied das Obergericht gegen die Erstinstanz und gegen die Forderungen der Stadt Zürich.

Es war am 11. Mai 2011, als es vor dem entscheidenden Fussballspiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel im Letzigrund-Stadion zu schweren Ausschreitungen kam. Dutzende von gewaltbereiten Fans des FC Basel griffen vor einem Eingang mehrere Sicherheitsarbeiter der Firma Delta an und bewarfen diese mit diversen schweren Gegenständen. Sieben Sicherheitsbeamte, aber auch mehrere Fussballfans wurden dabei erheblich verletzt. Der Sachschaden betrug rund 90 000 Franken.

Zu den Erwischten gehörte auch ein sogenannter «Capo» der Basler Fans. Der einschlägig vorbestrafte Vorsänger hatte auf einen Security mit einer Fahnenstange eingedroschen. Der heute 29-Jährige wurde im Juni 2012 vor dem Bezirksgericht Zürich wegen Landfriedensbruchs sowie Widerhandlung gegen das Vermummungsverbot zu einer teilbedingten Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu 60 Franken sowie einer Busse von 500 Franken verurteilt. 90 Tagessätze davon, also 5400 Franken, sollte der Basler bezahlen. Das schlimmste Ergebnis war aber für ihn, dass er ge­gen­über dem Sportamt der Stadt Zürich zu einem Schadenersatz in der Höhe von 38 000 Franken verpflichtet wurde.

Die Verteidigung des Fans legte Berufung ein und bekam gestern vor Obergericht recht. Dieses bestätigte zwar die erstinstanzliche Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu 60 Franken, setzte aber die gesamte Sanktion bei einer Probezeit von vier Jahren zur Bewährung aus. Was noch verblieb, war lediglich eine Busse von 500 Franken. So wiesen die Oberrichter auch die Schadenersatzforderung der Stadt Zürich zurück. Das Sportamt wurde vielmehr dazu verpflichtet, dem Basler Fan eine Prozessentschädigung von 5000 Franken zu bezahlen. Zudem wurde ihm eine zusätzliche Prozessentschädigung vom Obergericht für 1300 Franken zugesprochen. Verbunden mit einer Umtriebsentschädigung von 150 Franken.

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