Winterthur

Millionen weg? Anzeige gegen Jungkoch

Simon Adam soll hohe Schulden haben und der Grund sein, dass die beiden Winterthurer Restaurants Strauss und Löwen derzeit mit Geldproblemen kämpfen.

Ist offenbar wieder untergetaucht: der bekannte Gastronom Simon Adam (rechts). Bild: Facebook

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Der einst gefeierte Jungkoch Simon Adam verliess im Juni überraschend seine zahlreichen Restaurants, darunter auch die Lokale Strauss und Löwen in Winterthur. Nun wird erstmals bestätigt: Die zwei Restaurants kämpfen mit Geldproblemen und müssen finanziell saniert werden.

Ende Juni brauchte es offenbar rasch Geld, unter anderem, um bereits erhaltene Lieferungen bezahlen zu können. Die Investoren-Familie Bangerter aus Bülach trat damals auf den Plan, übernahm von Simon Adam die Gastrofirma Essen und Kunst, welche die zwei Restaurants in Winterthur betreibt.

«Die Sanierungsarbeiten laufen auf Hochtouren», sagte Firmensprecher Oliver Malicdem am Freitagnachmittag, ohne genaue Summen zu nennen. «Wir sind auf einem guten Weg und die Restaurants werden weiterbetrieben.»

Adam wird wieder vermisst

Dass die Firma die drängenden Probleme bei den Restaurants eingesteht, ist einem Zeitungsartikel der Wochenzeitung «Schaffhauser az» geschuldet. Diese machte am Freitagmorgen publik, dass der 30-jährige Koch Simon Adam, der auch in Schaffhausen Restaurants betrieb, wegen Betrug, Veruntreuung und Diebstahl angezeigt wurde - von der oben genannten Investorenfamilie Bangerter, die früher mit Adam zusammengearbeitet hatte. Laut der Zeitung sollen in Schaffhausen und Winterthur sowie bei anderen ehemaligen Lokalen von Simon Adam Millionenbeträge fehlen. Die Firma Essen und Kunst bestätigte den Inhalt des Artikels auf Anfrage.

Simon Adam scheint zudem erneut untergetaucht zu sein. Bereits im Juni verschwand er für einige Tage spurlos, kehrte dann zurück und wandte sich mit einem reuigen Statement an die Öffentlichkeit, wo er verklausuliert Fehler gestand. Nun ist er wieder unauffindbar, seine ehemalige Firma hat keine Ahnung, wo er sich aufhält. (Der Landbote)

Erstellt: 22.09.2017, 14:56 Uhr

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