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Minimalistischer Leader Vaduz

vaduz. Nach dem FC Schaffhausen startete auch der nächste Aufstiegsaspirant erfolgreich in die Rückrunde der Challenge League. Leader FC Vaduz gewann das Heimspiel gegen den FC Lugano 2:0, was den Erwartungen entsprach, obwohl die Tessiner seit ihrer Niederlage in Winterthur Mitte Oktober aus sechs Spielen 16 Punkte geholt hatten.

Die Liechtensteiner siegten in einem Stil, der für sie in dieser Saison typisch ist. Er war also von Effizienz und defensiver Solidität geprägt, schliesslich aber auch von einigem Minimalismus. Zuerst zwangen die Vaduzer den Match auf ihre Linie, mit einem frühen 1:0 und noch vor der Pause einem 2:0 bei ihren praktisch einzigen konkret torgefährlichen Aktionen. Beide Male war der Winterthurer Mittelfeldspieler Ramon Cecchini beteiligt: Zuerst schlug er von rechts eine Flanke zu Pascal Schürpf, die dieser zu einer Direktabnahme nutzte; danach verwertete er die Chance, die ihm Matteo Tosetti mit schwächlichem Abwehrspiel geboten hatte, geschickt zum 2:0.

In der zweiten Halbzeit zeigte der FC Vaduz keinen vernünftigen Angriff mehr. Er stellte sein Offensivspiel geradezu ein. Aber das konnte er sich erlauben, weil seine Defensive ein weiteres Mal stabil genug war, einen Vorsprung zu verteidigen. Das fiel Vaduz in den meisten Fällen leicht, weil es den Tessinern fast immer an Klarheit und Durchsetzungsvermögen in der Offensive fehlte. Das war so, als Neuerwerbung Orhan Mustafi stürmte; das blieb, als gleich drei neue Offensivkräfte eingewechselt worden waren.

Und war es ausnahmsweise nicht so, half den Liechtensteinern auch das Glück: In der 44. Minute liess Torhüter Peter Jehle bei der einzigen Parade, zu der er gezwungen war, den Ball abprallen, aber Gezim Shalaj traf genauso die Latte wie nach einer Stunde Tosetti. Rafael war danach auch nicht fähig, den Abpraller ins leere Tor zu schiessen. Mittelmässig war das Challenge-League-Debüt Joël Untersees (20), der Juve-Leihgabe mit Winterthurer Vergangenheit. Er gab anstelle des verletzten Nick von Niederhäusern den Rechtsverteidiger. (red)

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