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Minsk ist entrückt

SCHAFFHAUSEN. Nach der 28:33-Heimniederlage gegen Dinamo Minsk bleibt den Kadetten in der Champions League nur noch die (Achtelfinal-)Hoffnung, Pick Szeged und Croatia Zagreb hinter sich zu lassen.

23:33 vor einer Woche in Minsk, 28:33 gestern in der eigenen Halle vor 1750 Zuschauern: Für die Kadetten Schaffhausen sind die international besetzten Weissrussen im Kampf um einen Achtelfinalplatz kein Gegner mehr, auf den sie Jagd machen können. Dinamo Minsk ist, mit fünf Punkten Vorsprung, den Schaffhausern entrückt. Die Kadetten liegen nach sechs Partien mit den zwei Punkten gegen Zagreb noch immer auf dem letzten Platz der Gruppe D, Barcelona, die Füchse Berlin und Minsk können sie nicht mehr einholen. Die Achtelfinals sind nur noch dann möglich, wenn sie das Duo Szeged (auch 2 Punkte) und Zagreb (3) hinter sich lassen. Zagreb haben sie zu Hause geschlagen, in Ungarn verloren sie gegen Szeged (29:30); die «Rückspiele» gegen diese zwei Teams stehen noch aus, es müssen für die Kadetten vier Punkte werden. Denn in Barcelona wird es nichts zu holen geben, gegen die Füchse aus Berlin in der BBC-Arena auch eher nichts. Dazu müssen die Schweizer Meister hoffen, dass ihnen Dinamo Minsk mit weiteren Siegen (in Szeged und Zagreb) hilft.

Doch all diese Rechenspiele verkommen zur Makulatur, wenn sich die Mannschaft von Urs Schärer nicht deutlich verbessert. Das Defensivverhalten gestern gegen die Weissrussen war erneut höchst mittelmässig, die Kadetten fanden kein Mittel, die Offensivbemühungen des Gegners empfindlich genug zu stören. Auch nach Pawel Atmans Ausscheiden nicht. Der Russe hatte nach 49 Minuten die Rote Karte gezeigt bekommen für eine Aktion, welche der norwegische Schiedsrichter als Tätlichkeit sah; in Tat und Wahrheit hatte Atman Gegenspieler Pendic nicht einmal berührt.

Die Kadetten führten in der ersten Hälfte vom 4:3 bis zum 12:11 stets mit einem oder zwei Toren Differenz, dann gerieten sie wieder in Rücklage, weil auch ihre Offensive zu wenig Klasse hatte, um diesen Gegner zu überfordern. Wie in Minsk betrug der Pausenrückstand zwei Tore, in Überzahl vergaben die Kadetten zu Beginn von Hälfte 2 eine Gelegenheit zur Korrektur – und plötzlich lagen sie mit fünf Toren zurück (vom 18:20 zum 18:23). Der Schaffhauser Rückraum war zu langsam und zu variantenarm. Peter Kukucka, der dem Spiel deutlich mehr Struktur verleihen kann, war für einen Kampf über 60 Minuten noch nicht bereit. (red)

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