Zum Hauptinhalt springen

Mit Chopin unter dem Sternenhimmel

zürich. Die 26-jährige Zürcher Pianistin Salome Scheidegger geht mit der klassischen Musik neue, audiovisuelle Wege. In der Zürcher Tonhalle hat «Salome’s Envisage» Premiere.

«Envisage» nennt Salome Scheidegger die von ihr konzipierte und produzierte neue Form des Klavierabends. Während sie klassische Werke interpretiert, werden sie und das Publikum von Licht und Projektionen eingehüllt. Chopins zweite Klaviersonate beispielsweise wird so zu einer Reise durch einen mysteriösen Wald und seine Nocturnes werden zu Ausflügen unter dem Sternenhimmel.

Salome Scheidegger begann als Fünfjährige mit Klavierspielen. Als 16-Jährige verliess sie das Gymnasium und kon­zen­trier­te sich auf ihre Karriere als Berufspianistin. Bald gab sie Konzerte und sie lancierte mehrere CDs. Vor fünf Jahren verliess sie Zürich, um in Paris und London weiterzustudieren. Als ihr Lehrer, der bekannte Benjamin Kaplan, verstarb, ging sie nach New York, um am Mannes College bei Jerome Rose weiterzustudieren. «Als Musiker studiert man eigentlich das ganze Leben», betont Salome. Neben dem Studium hat sie bis heute in New York, London, Italien, Frankreich, Deutschland, Russland, Japan, Indonesien und natürlich auch in der Schweiz zahlreiche Konzerte gegeben.

Das andere klassische Konzert

«Schon vor sechs Jahren bin ich auf die Idee gekommen, einmal meinem Publikum mehr als ein normales klassisches Konzert zu bieten», erzählt Salome. Klassische Konzerte würden mehrheitlich auf dieselbe Weise aufgeführt, obwohl es viele Möglichkeiten gebe, diese Musik neu oder anders darzustellen. Visuelle Elemente dazuzufügen, um das Gefühlserlebnis für die Zuhörer/ -schauer zu verstärken, helfe, sich besser in die Musik hineinversetzen zu können, und mache für sie auch künstlerisch viel Sinn. «Ich war immer schon ein Typ, der stark von Visuellem angezogen ist», ergänzt Salome. Ausserdem wisse man schon lange, dass Musik und Bild sich gegenseitig beeinflussen und eine starke Wirkung erzielen. Wie im Film. Speziell die Jüngeren fänden die herkömmliche Aufführungspraxis oft veraltet und unattraktiv. Mit «Envi­sage» werde der Zugang erleichtert, ohne die Musik zu kompromittieren. «Mir ist wichtig, dass die Musik in ‹Envisage› in keiner Weise von der Originalkomposition abweicht und sie auch in höchstmöglicher Qualität aufgeführt wird.»

Die Premiere

«Letzten Sommer habe ich zusammen mit meinem Team, das international erfolgreich und erfahren ist, das erste Programm in einem zweiwöchigen Workshop auf die Beine gestellt und im Anschluss zweimal in der Hostos Center for Arts and Culture Theatre Hall, Bronx, New York, vor Publikum aufgeführt. Das Feedback war positiv und hat mich bewogen, weitere Konzerte zu geben.» In Zürich beginnt sie nun ihre Tournee mit «Envisage», die auch nach Bern, in die Genfer Victoria Hall und ins Ausland führt.

Envisage

17. Dezember, 19.30 Uhr, Grosser Saal der Tonhalle Zürich. Informationen und Tickets siehe Homepage.

www.salomesenvisage.com

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch