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Mit dem Vertrauen eines Leaders

Mit dem Heimspiel gegen die Lakers Stäfa steigt Pfadi heute Abend in die Rückrunde der NLA- Qualifikation – von Platz 1 aus.

Die Winterthurer bewegten sich in einigen Fällen nicht am Optimum. Trotzdem zieren sie nach neun Durchgängen die Tabellenspitze, um ein Tor besser als das punktgleiche St. Otmar St. Gallen. Heute beginnt die zweite Hälfte der Qualifikationsrunde, die noch vor Weihnachten abgeschlossen wird. Pfadi kann dabei einen grossen Schritt Richtung erstes Ziel machen. Denn bezwingen sie in der Eulachhalle die Lakers Stäfa, hätten sie bereits sieben Punkte Reserve auf den 7. Rang, der nicht mehr zur Finalrunde berechtigt. Der Platz in den Top 6 also wäre ziemlich in Griffnähe, wenn der «Normalfall» eintritt. Dieser nämlich beinhaltet einen Sieg über Stäfa; denn seit dem Aufstieg der Lakers im Sommer 2008 hat Pfadi in der Meisterschaft noch jedes Mal gewonnen. Zuletzt vor gut zwei Wochen mit dem 31:22. Das Spiel damals in Stäfa war allerdings lange umstritten. «Man vergisst schnell, wie ein Spiel genau gelaufen ist», warnt Pfadi-Trainer Adrian Brüngger. Zu unterschätzen gibts an diesem Gegner nichts. «Aber wir haben das Selbstvertrauen, dass wir Stäfa auch in der Eulachhalle schlagen können. Wir wollen den Schwung mitnehmen, den wir haben.» Personell ist die Lage bei den Winterthurern mittlerweile wieder so, dass Spieler überzählig auf die Tribüne müssen. Der Einsatz von Heiko Grimm, dem Spielmacher und Defensivspezialisten, ist wegen seiner Wadenverletzung offen. Fehlen wird Kreisläufer Gaudenz Huwiler, der an einer Bauchmuskelverletzung leidet. Michal Svajlen bestreitet sein erstes Heimspiel für Pfadi seit dem Ausscheiden letzte Saison im Playoff-Halbfinal gegen Wacker Thun. Der Rückraumschütze kehrte am Mittwoch beim lockeren Cupsieg über den B-Ligisten Solothurn/Grauholz zurück, nachdem er im Frühjahr und Sommer am Meniskus operiert worden war. Auch heute sind Teileinsätze vorgesehen. Stäfas Auswärtspunkte Svajlens Dynamik, Physis und Wurfkraft hatte Pfadi im linken Rückraum gefehlt. Verschiedene Spieler waren auf dieser Position eingesetzt worden. Jan Burkhard war dann gut, wenn er sich auf seine Qualitäten als Shooter kon­zen­trier­te, wobei es immer noch galt, den Ball mit einer passablen Quote im Tor unterzubringen. Nachwuchsmann Michael Meier zeigte positive Ansätze. Philipp Reuter hatte sehr lichte und weniger zwingende Momente. Die solideste Wirkung erzielte Mike Kipili, der wegen Pfadis Personalmangel ein temporäres Comeback bis Mitte Oktober erbracht hatte und seither als Zuschauer in Winterthurer Handballhallen auftaucht. Eigentlich müsste einer wie er in praktisch jeder NLA-Mannschaft einen Platz haben. Heute müssen die Winterthurer das Mittel finden, die Konter und schnellen Anspiele Stäfas zu kontrollieren. Die Lakers holten vier ihrer bisher acht Punkte auswärts gegen Spitzenteams: Sie siegten beim BSV Bern und spielten unentschieden in Thun und Schaffhausen. Zum Selbstläufer dürfte es für Pfadi demnach nicht werden – Rang 1 und Siegesserie hin oder her. (ust)

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