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Mit ein bisschen Hilfe des Gegners

Die ZSC Lions erreichten mit dem 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) gegen die Rapperswil-Jona Lakers den neunten Sieg in Folge.

Die Serie der ZSC Lions ist um einen Sieg länger geworden. Das 3:2 gegen den Tabellenletzten aus Rapperswil war der neunte in Folge, zum neunten Mal in Serie holten die Leader drei Punkte. Ihr Lauf begann am 23. November mit dem 2:1 gegen Davos, sie hatten zwischendurch begeisternde und souveräne Auftritte. Diese Woche allerdings ging die Kurve leicht abwärts. Gegen Ambri-Piotta am Dienstag hatten die Lions auch das Glück beansprucht, gegen die Lakers benötigten sie noch mehr. Sie gewannen nicht mit der Unterstützung ihrer Freunde, sondern mit ein bisschen Hilfe der Gegner. Denn sowohl das Tor zum 2:2 durch Dan Fritsche als auch der Siegestreffer von Roman Wick nach 50 Minuten waren nicht das Produkt unwiderstehlicher Zürcher Kombinationen, sondern das von schon beinahe anfängerhaften Fehlern der Lakers. Vor dem 2:2 verlor Duri Camichel in der eigenen Zone unbedrängt den Puck an Reto Schäppi. Und vor dem 3:2 schienen die Lakers ganz ähnlich die Si­tua­tion im Griff zu haben. Doch dann durfte Roman Wick die Scheibe an der Bande holen, trotz einiger Gegner zwischen ihm und dem Tor brachte er den Puck Richtung David Aebischer. Und nicht irgendwie rutschte die Scheibe über die Linie, sondern sie wurde vom Lakers-Verteidiger Sven Berger ins Tor befördert. Routiniert kontrolliert Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Lions ihre liebe Mühe mit den hartnäckigen Lakers gehabt. Aber dann, als sie zum ersten und einzigen Mal in Führung gingen, waren sie routiniert und clever genug, diese Führung ohne Probleme über die Zeit zu bringen. Die St. Galler kamen in den letzten zehn Minuten zu keiner richtigen Torchance mehr. Und nach dem Timeout, mehr als zwei Minuten vor Ende von Trainer Anders Eldebrink genommen, waren die St. Galler knapp in der Lage, ihren Torhüter vom Eis zu nehmen. Denn die Zürcher hielten 40 Sekunden lang äusserst geschickt die Scheibe in des Gegners Zone und liessen die Toplinie der Lakers sich müde laufen. Es gab keinen einzigen Torschuss mehr Richtung Lukas Flüeler. Diese letzte Zürcher Phase, als sie den Puck vom Tor fernhielten, war die stärkste von einigen wenigen guten. Sonst war das Spiel der Leader relativ harmlos, die Müdigkeit schien sich doch beim einen oder andern bemerkbar zu machen. Oder vielleicht war es auch die Konzentration, die ein bisschen nachgelassen hatte. Denn der Gegner hiess ja wirklich nur Rapperswil. Den hatte man in dieser Saison schon dreimal problemlos geschlagen. Der vierte Sieg war der mühsamste. Die Lakers spielten trotz ihrer misslichen Si­tua­tion lange sehr gut. Dass sie am Ende ohne Punkt blieben, war dann halt typisch für ihre Auftritte der ganzen Saison. Wer dermassen leicht in der eigenen Zone die Pucks hergibt, der kann enge Spiele nicht gewinnen. Ein schlechter Trost So blieb den St. Gallern am Ende nichts anderes als der Trost (wenn es denn einer sein kann), zum ersten Mal in dieser Saison gegen die ZSC Lions in Führung gegangen zu sein. Und das gleich zweimal. Zuerst überraschte Samuel Friedli alle Gegner mit einem Schuss in die nahe Ecke Flüelers. Trachsler glich für die Lions noch im ersten Drittel aus, kurz nach Wiederbeginn sah Walser am schnellsten, wo der Puck lag, nachdem er vom Pfosten zurückgeprallt war. Das 2:1 konnten die St. Galler acht Minuten halten, dann folgte der erste verhängnisvolle Fehler in der eigenen Zone. Mit der Niederlage gestern haben auch sie ihre Serie verlängert, allerdings die negative. Sie gewannen zum letzten Mal am 26. November gegen Davos, gestern bezogen sie die achte Niederlage in Folge. Die zweite mit dem neuen Assistenztrainer Michel Zeiter. Der frühere «Löwenkönig» wurde von den ZSC-Fans mit «Susi»-Rufen gefeiert – allerdings erst, als der Sieg der Zürcher feststand.

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