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Mit ethischen Werten und ohne viel Geld will die EVP zulegen

Die EVP möchte ohne Stadtratskandidat als Wahllok den fünften Gemeinderatssitz zurückerobern.

Evangelisch heisst die Volkspartei seit 90 Jahren. Doch die ethische Grundhaltung wird in der EVP immer wichtiger als der christlich-abendländische Kurs. Auf der gestern präsentierten Gemeinderatsliste haben auch Menschen ohne hiesigen Hintergrund Platz. Kuljit Janjua zum Beispiel, der Taxifahrer mit dem Turban, der aus Nordindien kommt – ein Sikh. Er gehört mit 54 Jahren zu den älteren Kandidaten einer gesamthaft jungen Liste. Der Doyen ist Walter Kienast, der vor 40 Jahren für die EVP im Gemeinderat war. Die aktuelle Vertretung sind je zwei Frauen und Männer: Barbara Günthard Fitze und Lilian Banholzer Hänzi, Nik Gugger und Christian Ingold. Im Schnitt 48-jährig und siebeneinhalb Jahre im Gemeinderat. Man pflege Kon­stanz und halte nichts von vielen Wechseln, sagte Fraktionschef Gugger. der seit 12 Jahren dabei ist und mit dem gelegentlichen Rücktritt liebäugelt. Wenn der fünfte Sitz zurückgewonnen werden kann, ist klar, wer folgt: Die 33-jährige Pflegefachfrau Barbara Huizinga-Kauer und der 30-jährige Informatiker Thomas Deutsch sind wie die bisherigen vier doppelt aufgeführt auf den vordersten Listenplätzen. Sachpolitik statt Ideologie, heisst das einzige Wahlversprechen der EVP, die auch künftig auf Kompromiss und Ausgleich aus sein will. Der Einsatz der letzten Jahre galt günstigen Wohnungen, Nein zu Atomstrom, Ja zu Biorender, Tempo-20-Zonen und der Buspriorisierung. In Neuhegi und im Tössfeld steht die EVP hinter den Plänen des Stadtrats, bei der Parkplatzverordnung strebt sie einen Kompromiss an. (mgm)

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