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Mit Josi, Brunner und Weber an die WM

Wetzikon/GRODNO. Die Schweizer Eishockeyaner erhalten für die WM in Minsk die erhoffte Verstärkung aus der National Hockey League.

Roman Josi, der MVP der vergangenen Weltmeisterschaft, steht auch beim Turnier in Minsk (9 bis 25. Mai) im Schweizer Nationalteam. Wie Damien Brunner (New Jersey) und Yannick Weber (Vancouver) erhielt auch der Verteidiger Nashvilles von seinem Klub die Freigabe.

Mit zwei NHL-Verteidigern erhält das Schweizer Team schon einmal ein bisschen eine defensive Basis. Mit Rafael Diaz oder Mark Streit könnte noch ein dritter dazustossen. Damien Brunner fehlte an der letztjährigen Silber-WM, bei Olympia erfüllte er die Erwartungen nicht – nun kann er sich bei der WM rehabilitieren.

Brunner und Josi greifen nächsten Dienstag in die Vorbereitung ein, Weber stösst am 30. April zum Team. Dass sich Coach Sean Simpson über die Zusage der drei freut, ist klar.

Simpson bereitet sich in Wetzikon für die zwei Spiele in Weissrussland vor. Am Donnerstag und Freitag treffen die Schweizer in Grodno auf die WM-Gastgeber, die auch Gruppengegner sind. Im Vergleich zur letzten Woche, die ein bescheidenes 1:4 und ein bemerkenswertes 4:3 nach Penaltys gegen Schweden brachte, ist das Kader breiter geworden. Leonardo Genoni (Davos) war zuletzt 2011 im WM-Kader, nun stellt sich der Davoser Goalie wieder in die Dienste des Nationalteams. Jéremy Kamerzin, Anthony Huguenin, Benny Plüss und Thibaut Monnet sind weitere «Neue» im Team.

«Ich erwarte zwei sehr umkämpfte Spiele gegen die Weissrussen», sagt Simpson. «Es fehlen ihnen noch ein paar NHL-Spieler, sonst haben sie die komplette Mannschaft beisammen.» Die ersten beiden Testspiele in der vergangenen Woche sind den Osteuropäern jedoch missglückt, sie verloren zweimal in Norwegen (1:2 und 2:3).

Annähern an die WM

Die Bilanz der Schweiz gegen Weissrussland ist klar positiv: 16 Siegen und einem Unentschieden stehen neun Niederlagen gegenüber. Unter Simpson gewann die SIH-Auswahl sieben von neun Partien gegen die Osteuropäer – zuletzt setzte es aber im vergangenen Dezember beim Länderturnier in Arosa im Final eine 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen ab. Speziell ist, dass die Schweiz zum ersten Mal überhaupt in Weissrussland gegen Weissrussland spielt. Grodno liegt in der Nähe des Dreiländerecks mit Polen sowie Litauen und ist die fünftgrösste Stadt des Landes.

Mit den Partien in Grodno können die Schweizer schon einmal ein bisschen WM-Luft schnuppern. Viele aus der aktuellen Equipe dürften in Minsk allerdings nicht dabei sein, ausser Simpson muss weitere Absagen in Kauf nehmen. Aus dem letztjährigen Silberteam werden aus diversen Gründen sicher Martin Plüss, Ryan Gardner, Philippe Furrer, Julian Walker und Dario Bürgler fehlen. Nicht weniger als neun Spieler der Erfolgsmannschaft sind derzeit mit den ZSC Lions oder den Kloten Flyers im Playoff-Final engagiert. Zudem stellen die Zürcher Vereine weitere Kandidaten wie beispielsweise Lukas Flüeler, Roman Wick oder Patrick Geering. Von Genève-Servette dürften ebenfalls noch einige dazustossen.

Neben dem gesetzten NHL-Trio gibt es in der AHL mit Simon Moser, Sven Bärtschi und Sven Andrighetto ebenfalls noch WM-Kandidaten. Mit diesem Wissen ist es für die Spieler aus dem aktuellen Kader umso wichtiger, positiv auf sich aufmerksam zu machen. Weitere Chancen erhalten sie vielleicht nicht mehr. (red/si)

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