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Mit Mueller und Glück

Lugano/Lausanne. Die Kloten Flyers siegten in Lugano 2:1, die ZSC Lions holten mit Glück einen Punkt in Lausanne beim 3:4 nach Penaltyschiessen.

Vor der Pause schlugen die Kloten Flyers den damaligen Leader Ambri 3:1, nach der Pause gewannen sie in der Halle des zweiten Tessiner Klubs. Zwei feine Treffer ihres Amerikaners Peter Mueller brachten sie im Mitteldrittel 2:0 in Front, Dario Simions 1:2 nach 53 Minuten brachte noch einige heikle Minuten. Damit hielten sie sich auf dem dritten Tabellenplatz, drei Punkte hinter dem Leader. Der heisst zumindest bis heute Abend wieder Ambri-Piotta (4:1 über Biel), denn Davos verlor in Fribourg 3:5.

Die ZSC Lions dagegen unterlagen zum zweiten Mal in dieser Woche. Nach dem 2:4 gegen Fribourg gab es ein 3:4 nach Penaltys in Lausanne. Damit vergrösserte sich der Abstand der Zürcher auf Rang 5 zu den Top 4 leicht, er beträgt nun zwei Zähler. Das kann schon heute Abend wieder anders werden, wenn Leader Ambri ins Hallenstadion kommt.

Gerber wie gedacht

Am Morgen vor dem Match in Lugano hatte sich bei den Kloten Flyers die Frage geklärt, die für viele gar keine war. Goalie Martin Gerber, so war im letzten Frühjahr verkündet worden, hatte einen Zweijahresvertrag bei den Flyers unterschrieben. Die Ausstiegsklausel nach einem Jahr, die er sich ausbedungen hatte, war damals verschwiegen worden. Für alle mit dem Wissensstand vom Frühjahr ist es also nichts als normal, dass Gerber auch im nächsten Jahr für Kloten spielt. Gestern wurde offiziell, dass er von seiner Klausel keinen Gebrauch macht.

Er feierte diese Bestätigung mit einem starken Match und sorgte ein weiteres Mal dafür, dass seine Flyers Punkte holten. Das 2:1 im Tessin war auch eine Antwort auf die 1:4-Heimniederlage gegen diese Mannschaft. Rückkehrer Tommi Santala zeigte seine Übersicht bei seiner Vorlage zum 2:0 Peter Muellers. Der Stürmer der Flyers ist mit acht Treffern der beste Torschütze in Felix Hollensteins Team – und heute im Heimspiel gegen den SC Bern wieder Top­sko­rer.

Lugano: «Slapshot-Pettersson»

Die Tessiner spielten gestern noch ohne ihren sechsten Ausländer, den sie aus der KHL verpflichtet haben. Fredrik Pettersson, im Frühjahr im schwedischen Weltmeisterteam, wurde mit einem Vertrag bis 2015 ausgestattet. Pettersson, 2011/12 in Göteborg Teamkollege Patrick von Guntens, ist nach einer Saison und fünf Spielen bei Donbass Donetsk entlassen worden. Pettersson kam an der WM in Stockholm auf sechs Skorerpunkte. «Heldenstatus» im Land erreichte er durch seinen Penalty gegen Kanada, der den Schweden die Halbfinalteilnahme einbrachte: Pettersson verwertete seinen Versuch mit einem harten Slapshot. Die Kanadier waren überrascht; die Schweden staunten, dass die Kanadier nicht wussten, wie Pettersson schiesst. Denn der Stürmer verwertete schon vor der WM seine Penaltys jeweils mit einem harten Slapshot.

Ausgleichende Gerechtigkeit

Die ZSC Lions schafften es auch im sechsten Anlauf nicht, diese Saison in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen den zweiten Punkt zu holen. Sie holten zwar ein 0:3 zum 3:3 auf, aber im «Shootout» traf nur Ryan Shannon. Für die Lausanner waren Oliver Setzinger und Colby Genoway erfolgreich. Dass die Zürcher den Rückstand aufholten, war gut, dass sie den zweiten Punkt nicht holten, ausgleichende Gerechtigkeit. Denn die Schiedsrichter gaben den vierten Treffer Lausannes nach eingehender Videokonsultation nicht. Die Fernsehbilder unterstrichen aber eher, dass der Treffer zum 4:0 korrekt gefallen war. Blindenbacher schlug die Scheibe weg, als sie klar hinter der Linie war (sie lag hochkant auf der hinteren, neu eingeführten zweiten Torlinie).

Die Zürcher litten weiter unter der Absenz von zwei Ausländern und von einigen Stammspielern. Sie und ihr Trainer Marc Crawford mussten dazu gestern feststellen, dass Tim Wolf doch nicht die ideale Nummer 2 von Lukas Flüeler ist. Wolf bekam wieder eine Chance, nachdem Nyffeler vorher stark gespielt hatte. Nach dem 0:3 und 33 Minuten musste Wolf wieder Nyffeler weichen – der kassierte bis zum Penaltyschiessen keinen Treffer.

Ein wahres (Penalty-)Spektakel bekamen die Zuschauer in Bern zu sehen. Der SCB führte gegen die Rapperswil-Jona Lakers schnell 3:3, kassierte danach das 3:3, ging nochmals 4:3 in Führung, aber die St. Galler glichen erneut aus. Im Penaltyschiessen gabs mehrere Treffer vom Feinsten – der des Lakers-Schweden Niklas Persson war Extraklasse. Pech für die Lakers war, dass Petr Sejna das leere Tor nicht traf, sonst hätten sie eine Chance auf zwei Punkte gehabt. Ivars Punnenovs, nach dem 0:3 für David Aebischer gekommen, konnte im Penaltyschiessen nur einen Versuch abwehren.

Andrej Bykow feierte sein Comeback für Fribourg-Gottéron mit einem Tor und einem Assist zum 5:3 über den HCD, der ohne Top­sko­rer Marcus Paulsson auskommen musste. Zug holte in Genf nach einem 0:2 noch einen Punkt. Denis Hollenstein erzielte für Servette einen Treffer im Spiel und im Penaltyschiessen. (red)

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