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Motivationsspritze für das Personal der Stadt

In der Stadtkasse sind 2,4 Millionen Franken aufgetaucht. Eine Million soll an die Beamten ausgeschüttet werden.

Der Stadtrat hat gestern den sogenannten Novemberbrief publiziert, also den Nachtrag zum Budgetvoranschlag 2013. Durch verschiedene Massnahmen ergibt sich neu ein Ertragsüberschuss von 1,38 Millionen Franken anstelle der im ordentlichen Budgetantrag vorgesehenen Null. Bereits abgezogen von diesem Betrag ist etwa eine Million Franken, die den Angestellten der Stadt im Sinn einer ausserordentlichen Personalmassnahme ausgezahlt werden soll. Vorgesehen ist, den Beamten im nächsten Jahr einmalige Zulagen in der Höhe von 100 bis 300 Franken auszurichten. Daneben hat der Stadtrat dem Gemeinderat keinen Antrag auf den Ausgleich der negativen Teuerung gestellt. «Wenn wir einen Überschuss budgetieren, muss eine Personalmassnahme drinliegen», begründet Finanzstadträtin Yvonne Beutler (SP) den Vorschlag des Stadtrats. Die nicht gewährten ordentlichen Personalmassnahmen würden damit vom Betrag her annähernd kompensiert, sagt sie.

Die Verbesserung des Ergebnisses hat mehrere Gründe. Vor allem konnten die Sachkosten um zwei Prozent verringert und die für die Abschreibungen relevante Investitionshöhe reduziert werden. Die Stadt investiere mehr als bisher, aber weniger als einst geplant, sagt Beutler. Die Budgetierung sei in diesem Punkt «realistischer» geworden.

Cabriodach eingespart

Ein Teil der Einsparungen geht auf die Ablehnung des Cabriodachs im Schwimmbad Geiselweid durch die Stimmbevölkerung zurück. Günstig auf das Ergebnis wirkten sich ferner die Kürzung des Kompetenz­kredits des Stadtrats sowie eine tiefere Vorauszahlung an den Zürcher Verkehrsverbund aus. Zusätzliche Kosten fallen hingegen im Bereich der Schule an. Auch die Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers kostet die Stadt drei Viertel Millionen Franken mehr als geplant. Nach der Entdeckung zweier weiterer Käfer in den letzten Wochen musste die sogenannte Fokuszone angepasst werden. Teuer kommt vor allem das Monitoring zu stehen, also die Überwachung befall­gefährdeter Bäume. Negativ auf die Stadtkasse wirkte sich überdies der Wegzug der Industriefirma CCI aus, welche einst sehr viel Strom bezog. Mit den sinkenden Verkaufserlösen bei Stadtwerk reduziert sich auch die Vergütung an die Stadt. (gu)

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