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Muellers Treffsicherheit

ZUG. Der EV Zug musste sich auch im Heimspiel in den letzten Phasen des Spiels den Kloten Flyers geschlagen geben.

Am Freitag hatten die Klotener ab der 55. Minute den Match im eigenen Stadion gegen Zug noch gedreht und mit einem Schlussfurioso 7:5 gewonnen. Am Samstag in Zug hiess es nach 60 Minuten und einigen Schüssen an die Torumrandung 1:1. Es ging ins Penaltyschiessen. Zum dritten Mal in ebenso vielen Entscheidungen dieser Art siegten die Flyers.

Natürlich, wenn Martin Gerber im Tor steht. Der hat sich gegen die ZSC Lions und gegen die Rapperswil-Jona Lakers noch nicht einmal im Penaltyschiessen schlagen lassen. Aber am Samstag stand nicht Martin Gerber im Tor, sondern sein Ersatzmann Jonas Müller. Gerber fehlte immer noch angeschlagen, er hätte eigentlich schon am Freitag gar nicht beginnen sollen.

Jonas Müller kam zu seinem dritten Saisoneinsatz für die Flyers. Den ersten hatte er in Genf absolviert, als Gerber nach einem Gerangel mit einer Fünfminutenstrafe belegt worden war. Den zweiten am Freitag, als er nach dem 3:4 der Zuger kurz nach Spielhälfte erschienen war. Spielt er weiter mit dieser Regelmässigkeit, dann können die Klotener ihn noch mehr einsetzen. Denn im Durchschnitt kassierte er bisher pro Einsatz nur einen Treffer. Das ist in fünf Minuten natürlich leichter als in 60. Aber in Zug machte der 29-Jährige seinen Job hervorragend. Im Spiel schlug ihn Martschini nach 11 Minuten zum 1:1, im Penaltyschiessen wurde er zwar von Björn Christen bezwungen, nachher aber stoppte er Lino Martschi­ni, Rob Schremp und Reto Suri.

Sein Ge­gen­über Eero Kilpeläinen hatte mit den Klotener Penaltyschützen mehr Mühe. Peter Mueller, Michael Liniger und Simon Bodenmann trafen. Der Amerikaner Mueller war für die Klotener im Penaltyschiessen bisher äusserst wertvoll. Stets kam er als erster Schütze, stets traf er. Gegen die ZSC Lions, gegen die Rapperswil-Jona Lakers und nun auch in Zug. So können sein Goalie und seine Teamkollegen natürlich gelassener ans Werk gehen, die Gegner aber geraten gleich unter Stress.

Die Zuger werden sich nicht mehr dar­über beklagen können, dass ihnen im Vergleich mit Kloten ein Topspieler (der gesperrte Josh Holden) fehlte. Denn die Flyers mussten in Zug von Beginn weg nicht nur ohne Gerber, sondern auch ohne Tommi Santala auskommen. Welche Verletzung den Finnen genau behinderte, war nicht zu erfahren. Sicher ist nur, dass nicht sein (gefährdetes) Knie betroffen ist.

Am Dienstag kommen die Rapperswil-Jona Lakers und erstmals Anders Eldebrink als Trainer des Gegners in die Kolping-Arena. (jch)

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