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Muffins statt Fotzelschnitten

Fast 40 Jahre unterrichtete Heidi Manz Hauswirtschaft. Nicht nur die Rezepte änderten in dieser Zeit, auch der Stellenwert des Fachs und die Haushaltskultur.

Schulte fast 40 Jahre lang Geschmacksnerven: Heidi Manz, pensionierte Hauswirtschaftslehrerin.
Schulte fast 40 Jahre lang Geschmacksnerven: Heidi Manz, pensionierte Hauswirtschaftslehrerin.
David Baer

Als Heidi Manz zum ersten Mal als Hauswirtschaftslehrerin vor einer Klasse stand, mussten Buben noch nicht kochen lernen. «Koedukation war damals noch kein Thema», sagt sie. 37 Jahre ist das her. Als die jungen Männer schliesslich doch in ihren Unterricht mussten, waren vor allem die Mädchen genervt: «Die haben das gar nicht so geschätzt, dass plötzlich Jungs dabei waren.» Die Unterschiede fielen Manz besonders auf, wenn sie reine Bubenklassen unterrichtete: «Da ging es viel mehr um Wettbewerb.» Gewonnen hat, wer das Rüebli am schnellsten schnetzelte. Doch am Ende waren Buben und Meitli ­genau gleich stolz aufs Selbstgekochte. Am meisten freute sich Manz, wenn die Kinder zu Hause alleine weiterprobierten. «Eigen­in­itia­ti­ve auch zu Hause war das, was ich erreichen wollte.»

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