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Murray locker, Djokovic mühevoll

Während Titelverteidiger Andy Murray in Wimbledon problemlos die dritte Runde erreichte, hatte Novak Djokovic einige Mühe.

Djokovic, die topgesetzte Weltnummer, rang über drei Stunden mit dem 35-jährigen Veteranen Radek Stepanek (ATP 38) und liess dabei einige Schwächen erkennen. Der angriffslustige Tscheche zwang den Serben in einen vierten Satz, den er nur knapp im Tiebreak verlor.

Nach seinem 6:4-6:3-6:7-7:6-Erfolg sagte ein erleichterter Djokovic: «Ich wusste, dass es auf Rasen gegen ihn schwer wird, zumal ich kein Vorbereitungsturnier gespielt habe. Aber ich hätte im dritten Satz die Entscheidung herbeiführen und die Partie beenden müssen.» In der dritten Runde wird es gegen den cleveren Franzosen Gilles Simon (ATP 44) nicht zwingend einfacher.

Einen äusserst souveränen Eindruck hinterliess Titelverteidiger Andy Murray, der den Slowenen Blaz Rola (ATP 92) mit 6:1, 6:1, 6:0 gnadenlos vom Platz fegte. «Am French Open habe ich im Laufe des Turniers viel Ener­gie­ liegen lassen, umso wichtiger sind meine glatten Siege hier», meinte Murray, dessen neue Trainerin Amelie Mauresmo wohl nicht viel auszusetzen hat.

Mehr zu kämpfen hatte Tomas Berdych (ATP 6) gegen den 21-jährigen Australier Bernard Tomic (ATP 86). Der Tscheche wehrte im dritten Durchgang zwei Satzbälle ab und setzte sich schliesslich mit 4:6, 7:6, 7:6, 6:1 durch.

Gulbis und Ferrer gescheitert

Sergej Stachowski bestätigte sich in Wimbledon einmal mehr als Favoritenschreck. Nach Roger Federer vor einem Jahr schaltete er nun die Weltnummer 10 Ernests Gulbis aus. Stachowski (ATP 90) agierte mit derselben offensiven Taktik wie gegen Federer und hatte mit 6:4, 6:3, 7:6 wiederum Erfolg. Vergleichen mochte er die beiden Siege aber nicht. «Das kommt dem letztjährigen Erfolg nicht einmal nahe», betonte der Ukrainer. «Roger und Ernests auf Gras, das ist ein Unterschied wie ich und Rafa Nadal auf Sand.»

Stachowski weiss auch schon, was er diesmal besser machen will. «Vergangenes Jahr gab ich etwa 355 Pressekonferenzen», sagte er. «Diesmal bleibt es bei diesem einen Termin.» In der dritten Runde hat der 28-jährige Rasenspezialist gegen den Franzosen Jérémy Chardy (ATP 42) nämlich nochmals eine gute Siegchance.

Nach Gulbis erwischte es mit David Ferrer noch einen zweiten Topspieler. Eine Sensation ist das Ausscheiden des spanischen Sandplatzspezialisten zwar nicht, doch zuletzt hatte die Weltnummer 7 auch in Wimbledon zweimal die Viertelfinals erreicht. Nach der Fünfsatzniederlage gegen den Russen Andrej Kusnezow (ATP 118) verpasste Ferrer immerhin zum ersten Mal seit dem Australian Open 2010 die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers.

Die Schweizer Mitfavoriten Roger Federer und Stan Wawrinka spielen ihre zweite Runde heute. Der Basler trifft auf den Luxemburger Gilles Muller (ATP 103), der Waadtländer auf den Taiwanesen Lu Yen-Hsun (ATP 47). si

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