Zum Hauptinhalt springen

Mutmassliche Islamisten töten rund 100 Dorfbewohner in Nigeria

In Nigeria sind am Wochenende rund 100 Menschen bei einem Angriff auf ein mehrheitlich von Christen bewohntes Dorf getötet worden. Die Täter seien wahrscheinlich Kämpfer der Islamisten-Miliz Boko Haram gewesen, berichteten Überlebende des Überfalls.

Mehr als 200 Bewaffnete in Militäruniformen seien in das abgelegene Dorf Izge nahe der Grenze zu Kamerun gekommen. Sie hätten um sich geschossen, Sprengsätze geworfen und dutzende Häuser in Brand gesetzt.

Nach seinen Informationen seien 106 Menschen, darunter eine alte Frau, bei dem Angriff im Dorf Izghe im Bundesstaat Borno getötet worden, sagte der Senator aus der Region, Ali Ndume, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Unter den Opfern seien auch Kinder, hiess es in der nigerianischen Zeitung "The Guardian". Es gebe viel Verletzte. Hunderte seien aus dem überfallenen Ort geflüchtet.

Die Miliz Boko Haram will im Norden Nigerias einen muslimischen Staat errichten, in dem die Scharia befolgt wird. Ungeachtet der verstärkten Armee-Präsenz im Norden gibt es immer wieder Angriffe auf die dortige Bevölkerung.

Erst in der vergangenen Woche starben bei einer Attacke im Regierungsbezirk Konduga 51 Menschen, binnen vier Jahren sind vermutlich tausende Menschen getötet worden. Im Bundesstaat Borno gilt seit Mai 2013 der Ausnahmezustand.

Die Anschläge richten sich unter anderem gegen Kirchen, Polizeiwachen und Lokale mit Alkoholausschank. Boko Haram gilt als grösstes Sicherheitsrisiko in dem rohstoffreichen afrikanischen Land.

(sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch