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Nach Abspaltung: Sulzer kauft eine Pumpenfabrik

Sulzer hat die Mehrheit an einer arabischen Firma übernommen, die Kreiselpumpen herstellt. Diese passt ins neue Konzept «Öl, Ener­gie­ und Wasser».

Am Freitag hatte Sulzer bekannt gegeben, dass die drittgrösste Sparte des Konzerns definitiv verkauft wird – weil sie nicht zur Geschäftsphilosophie von CEO Klaus Stahlmann passt. Die Firma schrumpft damit, dafür füllt sich die Kasse. Man wolle den Verkaufspreis von 850 Millionen Franken nach Steuern unter anderem dafür verwenden, andere Firmen einzukaufen, hiess es – solche, die zu Sulzer passen.

Ein erster solcher Einkauf, wenn auch ein kleiner, ist nun bereits getätigt worden. Am Sonntag wurde ein Vertrag unterschrieben, dem zufolge Sulzer die Mehrheit an einem Pumpenhersteller aus Saudi-Arabien übernimmt. Dies teilte das Unternehmen gestern mit. Für 33 Millionen Franken hat sich Sulzer eine Beteiligung von 75 Prozent gesichert. Die Firma Saudi Pump Factory hat ihren Sitz in Riad und erwirtschaftete zuletzt mit rund 170 Mitarbeitern einen Umsatz von ungefähr 25 Millionen Franken.

In der Medienmitteilung wird begründet, war­um die Firma, anders als die an den Industriekonzern Oerlikon verkaufte Sparte Metco, ins Port­folio von Sulzer passt: «Die Akquisition steht im Einklang mit Sulzers Fokus auf die Märkte Öl und Gas, Ener­gie­ und Wasser, da diese Haupt­sektoren des schnell wachsenden saudi-arabischen Marktes sind.» Das nun für die lokale Produktion neu gegründete Joint­ Venture Sulzer Saudi Pump Company werde die erste komplette Fabrikations­anlage eines globalen Pumpen­herstellers in Saudi-Arabien stellen, heisst es weiter, und einen der grössten Öl- und Gasmärkte weltweit bedienen, «um weiteres profita­bles Wachstum zu erzielen».

Das gekaufte Werk in Riad ist 25 000 Quadratmeter gross. Es stellt laut Sulzer nach bestimmten Standards sämtliche Typen von Zentrifugal­pumpen her, also Pumpen, in denen Flüssigkeiten mittels eines Laufrads im Inneren der Pumpe bewegt werden. (gu)

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