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Nach Brand und Brache kommt Bärenhof

Nach fast 50 Jahren Brache nimmt nun in Elgg die Überbauung Bärenhof auf dem ehemaligen Brandplatz Gestalt an. Sämtliche Eigentumswohnungen darin sind bereits verkauft.

1967 hatten zwei Kleinkinder einen Brand an der Obergasse in Elgg verursacht, der mehrere Häuser und einen Stall zerstörte. In den Jahrzehnten danach scheiterten diverse Projekte, die etwas Neues aufbauen wollten – private und gemeindeeigene. In diesem Sommer nun, fast 50 Jahre später, werden erstmals wieder Leute das Grundstück bewohnen. «Ein Anwohner hat mir gesagt, der Rohbau sehe aus, als sei er schon immer hier gestanden», sagt David Rhiner von SRC-Architekten nicht ohne Stolz. Zusammen mit dem Architekturbüro Jürg von Selve wurden sie von der Genossenschaft WAK (Genossenschaft Wohnen Arbeit und Kultur Elgg und Umgebung) ausgewählt, die 11-Millionen-Überbauung Bärenhof zu verwirklichen. 16 verschiedene Grundrisse In wenigen Tagen ist der Rohbau abgeschlossen. Fassaden und Dächer der Überbauung erkennt man, die Wohnungen haben Form angenommen – auch wenn hie und da noch ein Fenster fehlt. «Das erschwert die Vermietung im jetzigen Zustand teilweise», sagt Erich Wegmann, Präsident der WAK. Die Wohnräume wirken dunkler, als sie später tatsächlich sein werden. Nichtsdes- totrotz sind bereits sechs Wohnungen verkauft. Die WAK habe sich entschieden, zehn der 16 Wohnungen selber zu vermieten und die restlichen als Eigentum anzubieten, erklärt Wegmann. Das habe vor allem finanzielle Gründe. Zwei Mietobjekte haben bereits Bewohner gefunden. Die Genossenschaft hofft, bis Mitte Jahr mindestens die Hälfte der zehn Wohnungen vermietet zu haben. «Weil kein Grundriss gleich dem anderen ist, können die Mieter aussuchen, welches Objekt am besten zu ihnen passt», sagt Wegmann. Die Wohnungen befinden sich in den oberen Geschossen, im Erdgeschoss hat es Platz für Gewerbe und Kultur. Prä­gnan­teste Mieterin wird die Raiffeisenbank, die heute schon eine Filiale in Elgg betreibt. Der Umzug ist auf den Herbst geplant. Die Bank hat sich vorsorglich schon die angrenzende Wohnung an ihre Geschäftsräume gesichert. Erhöht sich ihr Bedarf, könnte diese umgenutzt werden. Ein Kulturraum für Elgg Nicht nur Geldgeschäfte abwickeln können die zukünftigen Bärenhof-Kunden, sondern sich auch bei einem Physiotherapeuten behandeln lassen, der neben der Bank Räume beziehen wird. Im restlichen Teil des Erdgeschosses soll ein sogenannter Kulturraum entstehen. Es handelt sich um einen öffentlichen Saal, in welchem 80 bis 100 Leute Platz finden. Die WAK sei momentan dabei, ein Betriebskonzept auszuarbeiten, sagt Wegmann. «Wir würden das Projekt sehr gerne realisieren, es ist aber noch nicht komplett abgesichert.» Auch hier hängt einiges noch von der Finanzierung ab. «Ein Bedürfnis ist in Elgg auf jeden Fall vorhanden. Vielleicht setzen wir das Ganze aber erst einmal in kleinerer Form um.» Zurzeit gebe es in der Gemeinde nur kleinere Säle oder ganz grosse wie im Werkhof zu mieten. Erneut 30 Parkplätze Um die Überbauung luftiger zu gestalten, planen die Architekten einen Durchgang, der das dahinterliegende Breitequartier mit dem Altstadtkern verbindet. Im Innenhof entstehen 16 oberirdische Parkplätze. Zusammen mit 16 in der Tiefgarage gleichen sie die 30 Plätze aus, die mit dem Baubeginn vom Brandplatz verschwunden sind. Alle hat die Gemeinde schon im Vorfeld erworben. «Ob die Parkplätze nachher öffentlich sind, wissen wir aber nicht», sagt Wegmann. Auf die Abstimmung über das Projekt habe der Vorschlag damals wohl positiv gewirkt. In Elgg zeichnet sich in dieser Hinsicht schon länger ein Problem ab.

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