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Nach der Pflege in alter Frische

Warum gross ändern, was erfolgreich ist. Nach diesem Motto machen Hyundai den ix35 mit wenigen, gezielten Eingriffen fit für die nächsten Jahre.

Alt sieht auch der alte Hyundai ix35 nicht aus, obwohl er bereits seit 2010 produziert wird. Das leicht geschwungene, aber wohltuend zurückhaltende Design gefällt noch immer. Mit kleinen Ergänzungen macht Hyundai nun das in Tschechien gebaute SUV noch einen Zacken moderner: Das neue LED-Tagfahrlicht strahlt serienmässig, in der höchsten Ausstattungsvariante gibts gar Bi-Xenon-Scheinwerfer. Erstaunlich viel machen auch die neuen Alufelgen in matt-silbernem Finish aus. Im Innenraum macht sich der Zahn der Zeit stärker bemerkbar. Hyundai versucht mit neuen Sitzbezügen, hochwertigeren Materialien oder Chrom dagegen zu halten. Aber in Sachen Materialanmutung hat die Konkurrenz inzwischen aufgeholt. Trotzdem bleibt der ix35 gut bedienbar und solid verarbeitet. Das blau beleuchtete Instrumenten-Layout wirkt nach wie vor frisch.

Und in Sachen Ausstattung kann den Koreanern sowieso niemand etwas vormachen. Sie bieten schlicht und einfach drei Varianten an – und nur ganz wenige zusätzliche Optionen. 90 Prozent der Schweizer Käufer wählen die beiden höheren Spielarten. Mit «Style»-Ausstattung sind Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Lederlenkrad, Stoff-Leder-Interieur, Tempomat, Licht- und Regen-Sensor, HiFI-Anlage und Parksensoren samt Rückfahrkamera inklusive. Bei «Premium» gibts zusätzlich noch Bi-Xonen-Scheinwerfer, Lenkradheizung, Ledersitze, Panoramadach und das Navi mit dem guten 7-Zoll-Touchscreen. Zusätzlich wählbar sind nur noch zwei Exterieur-Designlinien mit diversen Applikationen für 1640 oder 2980 Franken und die auf Komfort ausgelegte 6-Gang-Automatik für 2500 Franken.

Im Bereich Sicherheit haben die Koreaner ebenfalls noch einmal nachgelegt und das ESP mit einer Anhänger-Stabilisierung und dem Vehicle Stability Management ausgerüstet. Das VSM hilft mit kurzen Lenkimpulsen im Fall der Fälle, die richtigen Gegenlenkbewegungen auszuführen. Dass Berganfahr- und Bergabfahrhilfe auch immer mit an Bord sind, ist ein zusätzlicher Sicherheits- und Komfortgewinn.

Hyundai reagiert auch auf den Trend, dass bis 30 Prozent der Käufer das SUV ohne Allrad bestellen werden. So gibts sechs Frontantriebs-Varianten neben den drei 4x4-Optionen. Die unveränderten oder leicht gesenkten Preise bei besserer Ausstattung starten bei 23?990 Franken für den Fronttriebler mit 135 PS starkem Benziner. Neu gibts einen 2-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit 166 PS zu Preisen ab 31?490 Franken, mit Allrad werden mindestens 33?990 Franken fällig.

Die ersten Runden sind wir mit dem 184 PS starken Top-Diesel für 39?990 Franken gefahren. Er lässt keine Wünsche offen, packt nach einer kleinen Anfahrschwäche kräftig zu und hat Reserven für jede Lebenslage. Die etwas dynamischere Auslegung des Fahrwerks ist spürbar, auch wenn die rund 1,7 Tonnen Gewicht und das hochbeinige SUV-Design natürlich seinen Tribut beim Fahrspass fordern. Schwachpunkt der Motoren sind die Verbräuche, die nie eine bessere Energieeffizienz als C ermöglichen – auch weil meist Start-Stopp-Automatik fehlt. Die Benziner sind gar nur in E, F oder G eingestuft.

Trotzdem stimmt das Gesamtpaket beim Hyundai ix35 weiterhin: Ein fairer Preis, viel Ausstattung, ein gutes Platzangebot samt 465 bis 1436 Litern Kofferraum, komfortables und angenehmes Fahren, zeitgemässes Design und gute Qualität. Atempause beim Wachstum

Hyundai hat in Europa in den letzten Jahren für Furore gesorgt – und bei der Konkurrenz für rote Köpfe. 2008 lag der Marktanteil der Koreaner in Europa bei 1,8 Prozent, inzwischen hat er sich auf 3,5 Prozent fast verdoppelt. Heute stammen 95 Prozent der Verkäufe aus dem Entwicklungszentrum im deutschen Rüsselsheim und 90 Prozent werden in der EU und der Türkei gebaut.

2013 ist auch für Hyundai ein etwas weniger erfolgreiches Jahr. So sanken etwa in der Schweiz die Verkäufe bisher um 14 Prozent – deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Das liegt unter anderem an den Modellwechseln und an den teilweise langen Lieferfristen. Dafür ist ein sonst sehr positiver Fakt verantwortlich: Die Auslastung der Werke liegt nämlich bei 100 Prozent. Hyundai nutzt diese Atempause beim Wachstum, um am Image zu arbeiten. Mit dem Einstieg in die World Rallye Championship soll mehr Emotionalität das Bild der Marke prägen.

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