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Nach Fast-Kollisionen: Schweizer Flugsicherung fordert Massnahmen

Als Folge von zwei Beinahe-Kollisionen auf dem Flughafen Bern-Belp und in Deutschland im Jahr 2012 fordert die Schweizer Flugsicherung skyguide vereinfachte Luftraumstrukturen. Besonders der riskante Mischverkehr zwischen Instrumenten- und Sichtflügen sei zu entflechten.

Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) veröffentlichte am Freitag die Schlussberichte zu zwei Vorfällen, die sich im Sommer 2012 zugetragen hatten.

Damals war es auf dem Flughafen Bern-Belp zu einer gefährlichen Annäherung zwischen einem Regionalverkehrsflugzeug der SkyWork und einem Helikopter der Firma Mountain Flyers 80 gekommen. Rund zwei Monate später kam es in der Nähe von Waldshut (D) fast zu einer Kollision zwischen einem Langstreckenflugzeug der Swiss und einem privaten Segelflugzeug.

Bereits Verbesserungen

Zwar hätten die aus den beiden Vorfällen gewonnenen Erkenntnisse bereits zu einzelnen Verbesserungen geführt. Trotzdem warnt skyguide vor Sicherheitslücken im Schweizer Luftraum: "Risiken entstehen insbesondere, wenn Luftfahrzeuge im Instrumentenflug und im Sichtflug gleichzeitig den gleichen Luftraum benützen", teilte die Flugsicherungsbehörde mit. Es gehe hier um "grundsätzliche Probleme".

Dieser Mischverkehr müsse künftig entflechtet werden, fordert skyguide. Weiter erwartet die Flugsicherungsbehörde, dass auch nichtmotorisierte Luftfahrzeuge standardmässig über eine Sicherheitsausstattung - einen so genannten Transponder - verfügen. Mit diesem technischen Warnsystem könnten gefährliche Annäherungen im Schweizer Luftraum deutlich reduziert werden.

Die Schweiz hat laut skyguide "den komplexesten und am dichtest beflogenen Luftraum Europas". Die Aufgaben für die Piloten seien sehr anspruchsvoll. "Fehlende Standards oder Luftfahrzeuge ohne Transponder stellen Risiken dar, die im Interesse der Sicherheit zu eliminieren sind."

(sda)

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