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Nach Lust und Laune

Am Donnerstag starten die Winterthurer Squasherinnen gegen Uster in die NLA-Saison. Gewinnen sie erneut den Meistertitel?

Das Damen-Team von Squash Winterthur bestreitet die Meisterschaft seit vielen Jahren in der höchsten Spielklasse. Bereits viermal ist der Equipe mit der siebenfachen Schweizer Einzel-Meisterin Gaby Huber der Gewinn des Meistertitels gelungen. Zuletzt im vergangenen Frühjahr. Die Titelverteidigerinnen stellen auch nächste Saison ein starkes Team. Denn mit Caroline Bachem (Brütten) wechselte die Nummer 11 der Schweiz als Nummer 3 nach Winterthur. Allerdings verbringt Bachem derzeit drei Monate in Kanada und wird erst Mitte Dezember in die Schweiz zurückkehren. Sie verpasst die gesamte Vorrunde der Meisterschaft. Gute Ersatzspielerinnen sind jedoch vorhanden. «Unser Ziel ist es, die Playoffs zu erreichen», sagt Spitzenspielerin Huber darum. In den Entscheidungsspielen um den Meistertitel erwartet sie im nächsten April auch die Equipen Uster, GC und Carnivals. «Es gibt genug Teams zu beachten.» Für Huber ist heuer einiges aussergewöhnlich. Sie sei noch nie so in die Saison gestartet: «Bisher habe ich mich immer ernsthaft vorbereitet.» Ende Dezember zog sie sich aber nach vier Jahren von der Profi-Tour zurück. Der Fokus hat sich verändert. Die 34-Jährige ist nun wieder in einem 80-Prozent-Pensum berufstätig, den Sommer verbrachte sie nach dem Prinzip «Lust und Laune». Ist sie immer noch besser? Huber liess sämtliche Trainingspläne beiseite. Sie habe im Sommer vieles gemacht, «ausser Squash», erklärt die einstige Nummer 29 der Weltrangliste – denn sie habe eine Pause gebraucht. Sie schuf Platz für Dinge, die zuvor zu kurz kamen: Velofahren zum Beispiel oder Wandern. Und sie war oft im Fitnessraum. «Ich bin fit», sagt sie, «aber nicht squashfit.» Dazu stand sie zu wenig oft im Court – nämlich seit der EM von Anfang Juni bis Anfang Oktober nur dreimal. Wird die Umstellung ihr Spiel verändern? Wird Huber künftig auch mal wieder ein Match verlieren wie am 7. Februar 2014, als sie erstmals nach vier Jahren in der NLA wieder bezwungen wurde? Das weiss sie nicht. «So viele Gedanken habe ich mir noch gar nicht gemacht. Vielleicht kann ich nicht mehr so temporeich spielen», mutmasst die Schweizer Einzel-Meisterin. Zum Auftakt in die Saison am Donnerstag gegen die Ustermerin Sina Wall, die auf der Profi-Tour mitspielt, «wird es sicher schwieriger». «Es hat Spass gemacht» Dass sie auch nach ihrem internationalen Rücktritt Interclub spiele, habe mit den Teamkollegen zu tun. «Mit Pamela Hathway und Steffi Müller machte es mir Spass.» In diesem Winter ist Müller jedoch aus beruflichen Gründen nicht mehr dabei. «Wenn Caroline Bachem in der Rückrunde spielen wird, sind wir aber ungefähr gleich stark», schätzt Huber. Für sie selbst gilt: «Ich weiss nicht, wie schnell ich hineinkomme.» Und: «Eigene Ziele habe ich nicht.» Aber es gibt ein Teamziel: wieder Schweizer Meister werden.

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