Zum Hauptinhalt springen

Nach Odyssee in Winterthur gefunden

Der Stadtpolizei gelang gestern bei einer Personenkontrolle ein aussergewöhnlicher Fang: Sie verhaftete in Veltheim einen 28-jährigen Schweizer, der nicht nur in einem gestohlenen Auto unterwegs war, sondern auch einen entführten Schäferhund bei sich hatte. Den Personenwagen hatte der Mann am 12. Juni im luzernischen Entlebuch entwendet. Vier Tage später besuchte er das Tierheim Oberbottigen BE und nahm die Schäferhündin Leika auf einen Probespaziergang mit. Den Hund brachte er danach nicht wieder zurück, der Ausweis, den er zur Sicherheit bei der Tierheimleitung hinterlegt hatte, stellte sich als gefälscht heraus. Die Entführung des Hundes löste in Bern ein grosses Echo aus. Das Tierheim postete einen Hilferuf auf Facebook, lokale Medien berichteten mehrfach über den Fall und interviewten sogar den Vater des gesuchten Hundediebes. Die Hündin befindet sich zur Zeit in der Obhut der Stadtpolizei Winterthur. Wie es mit ihr weitergeht, ist laut Bianca Lussi von der Medienstelle noch unklar. Eigentlich habe das Tier einen Halter, die Besitzverhältnisse seien aber nicht ganz geklärt. Medienberichten zufolge befindet sich der Hundehalter zur Zeit in Haft. Gemäss Lussi gehe es Leika den Umständen entsprechend gut. «Der Mann hat sie sicher anständig behandelt.» Für ein halterbezogenes, sensibles Tier wie einen Hund sei es aber dennoch schwierig, wenn es von einem Fremden mitgenommen werde. Dazu kommt, dass der Verhaftete keinen festen Wohnsitz hat. Wo genau er sich während der neun Tage mit dem Tier aufgehalten hat und ob die Beiden während der ganzen Zeit im engen Auto gelebt haben, kann die Polizei nicht sagen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch