Zum Hauptinhalt springen

Nach-gefragt «Das Warten war der blanke Horror»

Giulia Steingruber Kunstturnerin

Die Vorbereitung auf die EM verlief aufgrund gesundheitlicher Probleme alles andere als ideal. Nun haben Sie zwei Medaillen gewonnen. Haben Sie damit gerechnet?

Giulia Steingruber: Nein, definitiv nicht. Nach der Verletzung im Vorfeld war ich mit skeptischen Gefühlen nach Sofia gereist, aber ich versuchte, positiv zu denken. Nach dem missglückten Team-Final (zwei Stürze – Red.) war ich dann noch etwas nervöser als sonst.

Sie verteidigten am Sprung Ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Was bedeutet Ihnen diese Medaille?

Sehr viel. Ich bin froh, dass ich dieses wahnsinnige Gefühl noch einmal erleben darf. Ich wollte den Titel unbedingt verteidigen und war doppelt so nervös wie sonst, weil viel starke Springerinnen am Start waren. Ich zeigte zwei gute Sprünge, das Warten danach auf sechs weitere Turnerinnen war dann der blanke Horror.

Mit Bronze am Boden gewannen Sie erstmals auch an einem anderen Gerät als am Sprung eine Medaille.

Die Medaille ist eine grosse Motivation, meine Übung weiter zu erschweren. Der Boden ist neben dem Sprung mein Lieblingsgerät, wo ich ein gewisses Potenzial besitze und ebenfalls ‹Gas› geben will.

Wie geht es nun im Training weiter? Werden die Übungen im Hinblick auf die WM im Herbst erschwert?

Der Fokus liegt auf dem Mehrkampf. Mir ist wichtig, dass ich mich nicht nur auf den Sprung fokussiere. Ich werde an allen vier Geräten neue Elemente einbauen und die Übungen erschweren, auch am Sprung – denn ich muss. Die WM im Herbst und das nächste Jahr sind im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Rio sehr wichtig. Ich werde einen neuen Sprung versuchen. Ob dieser allerdings schon an der WM bereit sein wird, weiss ich jetzt noch nicht.

INTERVIEW: spg

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch