Zum Hauptinhalt springen

Nachgefragt «Ein Team von zwölf Leuten hält Nachtwache»

Martin Diethelm Kantonsleiter der Pfadi Züri, Sicherheitsverant. Wie sorgen Sie für die Sicherheit während der Landsgemeinde? Wir haben insgesamt 150 Helfer, die um die Sicherheit der 623 Kinder und Leiter besorgt sind. Unter den Helfern sind viele Eltern, Kollegen und zahlreiche Pfadileiter. Gemeinsam achten wir darauf, dass auf dem Gelände, bei Strassenübergängen und während des Postenlaufs im Wald nichts passiert. Zudem sind am Wochenende ein Arzt und zwei Sanitäter mit einem Rettungsfahrzeug rund um die Uhr auf dem Lagerplatz stationiert. Zwei Knaben haben sich in einem Pfadilager schwerste Verbrennungen zugezogen. Ein Cevi-Mädchen ist 2011 beim Benützen einer selbst gebastelten Seilbahn gestorben. War­um lauern diese Gefahren hier nicht? Es gibt auf dem Lagergelände keine Feuerstelle, gekocht wird in der nahen Militärunterkunft. Gemäss den Richtlinien des Kantonalverbands der Pfadi Zürich und auch bei uns sind Brennsprit und Feuerwerk verboten. Die Seilbahn ist kein Thema, da wir keine solche bauen. Alle unsere Leiter lernen in einer Jugend-und-Sport-Ausbildung die Sicherheitsrichtlinien kennen. Das Pfadicamp befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Eisenbahngleis des Thurbo. Ungefährlich? Das ist insofern ungefährlich, als wir zwischen den Gleisen und den Zelten ein Sperrgebiet von 30 Metern Breite abgesteckt haben, das die Kinder nicht betreten dürfen. Zudem hält gegen Abend ein Team von zwölf Leuten Nachtwache. In der Pfadi werden Mutproben durchgeführt. Welche mussten die Kinder am Wochenende bestehen? Die Landsgemeinde ist ein Wettkampf, bei dem sich die Kinder in verschiedenen Disziplinen messen. Eine Mutprobe ist nicht dabei, da wir sie nicht mit Punkten bewerten können. Auf dem Postenlauf müssen die Kinder etwa ein Zelt aus Blachen bauen oder ein Theater spielen. Es geht uns nicht um den Nervenkitzel, sondern um das Gruppenerlebnis, das den Zusammenhalt fördert. INTERVIEW: SUSANNA SPÖRRI

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch