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Nächste Niederlage trotz Steigerung

Die Kloten Flyers kassierten mit dem 2:4 in Lugano die vierte Niederlage in Serie, die Chancen auf eine Playoff-Qualifikation sind weiter gesunken. Die Leistung war dennoch gut und der Einstand von Torhüter Janick Schwendener solid.

Die Kloten Flyers haben in dieser Saison schon oft mit schwachen Vorstellungen verloren. Eine Niederlage gab es beim 2:4 auch gestern in der Resega von Lugano, die bereits siebte im achten Spiel unter dem neuen Trainer Sean Simpson. Dennoch sah man einen Unterschied: Kloten zeigte eine gute Leistung und hätte das Eis auch als Sieger verlassen können. Es waren verschiedene Faktoren, die letztlich zur erneuten Niederlage führten. Da war einmal Peter Mueller. Der amerikanische Stürmer verlor in der 32. Minute ein Bully gegen Brett McLean. Das ermöglichte Damien Brunner das wichtige 1:0, es war erst sein zweiter Treffer für Lugano. Ein Bully kann man natürlich einmal verlieren. Völlig unnötig war dann aber das Foul von Mueller gegen Luganos Fredrik Pettersson kurz darauf. In Unterzahl kassierte Kloten prompt das 0:2 durch Calle Andersson in der 37. Minute. Eine weitere Strafe gegen Denis Hollenstein (ein Fehlentscheid) nützte Diego Kostner zum 3:0. So lagen die Zürcher Unterländer nach zwei Dritteln praktisch hoffnungslos im Rückstand. Und das in einer Partie, in der Kloten bis zu diesem Zeitpunkt eher die stärkere Mannschaft war. Es sprach für die Moral der Flyers, dass man dank Mueller und Peter Guggisberg bis zur 46. Minute wieder auf 2:3 herankam. Eine weitere unnötige Strafe, diesmal von Michael Liniger in der Schlussphase, stoppte die Aufholjagd endgültig, Pettersson traf acht Sekunden vor dem Ende zum 4:2-Endergebnis. Ein neuer Stürmer? Eine Problemzone ist schon lange bekannt. Im Abschluss fehlt die Effizienz. Wobei auch Pech und ein überragender Lugano-Torhüter Daniel Manzato dazukamen. Gut spielte Janick Schwendener. Kloten-Trainer Sean Simpson gab seinem Temporärkeeper eine Chance und stufte dessen Leistung am Ende als solid ein. Schwendener meinte zu seinem ersten Auftritt im Flyers-Dress: «Wenn man keinen Punkt gewinnt, kann man mit seinem Debüt nicht zufrieden sein. Anpassungsschwierigkeiten hatte ich aber keine und die Vorstellung von uns war ein Schritt in die richtige Richtung.» Gut möglich, dass Kloten schon bald weitere Verstärkung erhält. Simpson liess durchblicken, dass die Zürcher Unterländer an der Verpflichtung eines zusätzlichen ausländischen Stürmers interessiert sind. Viel zu sagen hatte der Flyers-Trainer sonst nicht, die Enttäuschung über die vierte Niederlage in Folge war ihm deutlich anzusehen. Es sprach von einem starken Auftritt seines Teams. «Nur kann eine Leistung nie perfekt sein, wenn man verliert», erklärte der Kanadier weiter. Dass Kloten konditionelle Probleme hat, wie Simpson schon durchblicken liess, hat die überzeugende Leistung im letzten Drittel erneut nicht bestätigt. Fakt ist halt aber auch: Die Si­tua­tion in der Tabelle hat sich gar nicht verbessert. Im Gegenteil. Der Rückstand auf Biel beträgt weiterhin neun Punkte und mittlerweile ist auch Fribourg an Kloten vorbeigezogen. Die Flyers rangieren nur noch auf dem 10. Platz. Simpson hofft, dass die gute Leistung von gestern ein Schritt in eine bessere Zukunft ist. Weiter sollten nach der Natipause Anfang Februar viele verletzte Spieler zurückkehren. Wobei es bei Routinier Marcel Jenni mit seiner Hirnerschütterung unsicher ist, ob er in dieser Saison überhaupt nochmals spielen kann. Kloten muss den Rückstand auf den Strich bis zur Natipause dringend verringern, neun Punkte wären danach trotz einem auf dem Papier eher einfachen Schlussprogramm kaum noch aufzuholen. Die nächste Chance für den zweiten Sieg unter Simpson bietet sich am nächsten Samstag im Heimderby gegen die ZSC Lions. Walter J. Scheibli

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