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Nahe dran reichte nicht

Pfadi verlor auch das dritte Spiel der Finalserie und musste nach dem 29:30 (16:16) mit ansehen, wie die Kadetten in der Deutweg-Eis­halle ihren Meistertitel feierten.

Die richtige Mannschaft ist Schweizer Handballmeister. Daran besteht kein Zweifel. Die Schaffhauser haben in der entscheidenden Phase der Saison eine beeindruckende Serie hingelegt und die letzten acht Spiele für sich entschieden: 3:0 im Playoff-Halbfinal gegen den HC Kriens-Luzern, dann Cupsiege im Halbfinal (BSV Bern) und Final (Pfadi) sowie jetzt das 3:0 im Playoff-Final über die Winterthurer. «Eine starke Leistung», durfte Kadettens Präsident Giorgio Behr zu Recht stolz auf die Siegesserie seiner Leute sein. Pfadi hatte den ersten Finalmatch mit einem schlechten Beginn vergeben, sich dann im zweiten Spiel gesteigert und nun im dritten Match die beste Leistung der Serie abgerufen. «Das heute war», wie Kadettens Assistenztrainer Markus Krauthoff meinte, «ein echt geiles Handballspiel.» Mit dem besseren Ende für die Gäste, weil sie zum richtigen Moment die passenden Antworten bereit hatten, eine Spur solider spielten und mehr Trümpfe im Ärmel besassen. Den Unterschied gestern machten die starke Schaffhauser Defensive während der Schlussminuten sowie im Angriff Andrija Pendic aus. Der Schweizer Internationale hatte zuvor im Final kaum eine Rolle gespielt. Nun stand er bereit, als es galt, Lücken in Pfadis Deckung zu öffnen. Und: «Heute gewann jene Mannschaft, die mehr Glück hatte», meinte Pfadi-Trainer Adrian Brüngger. «Es ist leider nie auf unsere Seite gekippt.» «Ein paar Fehler zu viel» Bis zur letzten Sekunde blieb die Begegnung umstritten. «Wir hatten viele Si­tua­tio­nen, in denen es für uns gefährlich wurde», betonte Schaffhausens Trainer Markus Baur. Während der besten Phase von Torhüter Aurel Bringolf, der sich mitunter von Aufsetzern erwischen liess, machte Pfadi aus dem 19:21 ein 23:21. Die Kadetten strauchelten und erzielten während zehn Minuten nur ein Tor. Pfadi seinerseits konnte daraus kein Kapital schlagen. Marcel Hess wurde hart mit Stürmerfouls zurückgepfiffen, eine Überzahl misslang oder Michal Svajlen, dem gestern wirkungsvollsten Winterthurer Offensivspieler, rutschte der Ball aus der Hand. «Wir hatten die Chancen, auf drei Tore weg zu kommen», ärgerte sich Brüngger. «Wir machten immer wieder ein paar Fehler zu viel», erklärte Pfadis Rechtsaussen Oliver Scheuner. «In der Summe hatte das Folgen. Die Kadetten waren abgezockter.» Die Winterthurer konnten den Gegner nicht distanzieren und gerieten stattdessen wieder ins Hintertreffen. Mit zwei Toren wahrte Svajlen in der Schlussphase die Hoffnungen. Drei Sekunden vor Ende kam Pfadi nochmals in Ballbesitz; der schnelle Angriff nach einem Timeout endete allerdings nicht mit dem 30:30, das die Verlängerung eingebracht hätte. Offensiv gelang Pfadi ein guter Auftritt, ehe nach dem 23:21 die Quote nachliess. Die Abwehr stand grundsätzlich nicht schlecht, wobei ein paar Zweikämpfe zu leicht verloren gingen. Bringolf im Tor blieb wieder auf sich alleine gestellt, zumal Martin Pramuk angeschlagen wirkte. In der Summe eben reichte es Pfadi nur, um nahe dran zu sein – aber nicht, um wenigstens den ersten Sieg der Finalserie einzufahren.

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