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Nettere Buschauffeure, bitte!

Auch Parlamentarier haben Fragen. Gestern wollten sie vom Stadtrat wissen, wieso Buschauffeure in Bern netter sind und wann die Stadt eine eigene Wetterstation bekommt.

Es sei keine grosse Geste, sagte David Schneider (FDP) gestern an der Fragestunde im Parlament. Aber ein freundliches «Schönen Abend» beim Aussteigen nach einer Busfahrt habe er in Winterthur noch nie gehört. In Bern gehöre dieser Gruss quasi zum Fahrservice dazu. Und noch mehr: Dort mache man die Fahrgäste auch auf eisige Stellen bei Haltestellen aufmerksam. Dem Ex-Berner fehlt die Freundlichkeit bei den hiesigen Buschauffeuren. Er schlug deshalb vor, das Personal von Stadtbus entsprechend zu schulen und so Punkte für den öffentlichen Verkehr zu sammeln. Stadtrat Matthias Gfeller (Grüne) konnte ihm nur beipflichten: Auch er möge die Berner Buschauffeure. Von den Stadtbus-Angestellten aber zu verlangen, sie müssten auf vereiste Stellen aufmerksam machen, fand er dennoch zu viel des Guten. Schon jetzt schule Stadtbus das Personal doppelt so intensiv wie andernorts üblich. Bauvorsteherin Pearl Pedergnana (SP) merkt den Spardruck. Obwohl nach einem Hangrutsch die Eichler- strasse zwischen Ricketwil und Eidberg auf rund 30 Metern einspurig abgesperrt ist, hat das Baudepartement die Strasse nicht repariert. Thomas Leemann (FDP) wollte von der Stadträtin wissen, wann die Strasse saniert werde. Geologen und Baufachleute würden den Hang beobachten und eine möglichst kostengünstige Sanierung planen, antwortete Pedergnana. Im Budget 2015 sei ein Posten dafür vorgesehen, aber eine komplette Sanierung könne sich die Stadt nicht leisten. «Das Ziel ist, dass die Strasse einspurig befahrbar wird.» Geld ausgeben wollte Gemeinderat Felix Helg (FDP). Er wollte von Stadträtin Barbara Günthard-Maier (FDP) wissen, wieso Winterthur keine eigene Wetterstation hat und ob der Stadtrat Voraussetzungen schaffen könnte für den Betrieb einer Messstation. Die Stadt hat aber bereits mehrere Wetterstationen. Dies hat nicht nur Helg, sondern auch Günthard selbst überrascht. «Bis vor vier Stunden dachte auch ich, es gebe keine Messstation in der Stadt», so die Polizeivorsteherin. Die Firma Meteo Media AG betreibe aber bei ihr «um die Ecke» eine von mehreren Stationen, wie sie bei Recherchen herausgefunden habe. Nämlich auf dem Dach der Kantonsschule Im Lee.

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