Zum Hauptinhalt springen

Neue Akzente in der Maxifraktion

FRANKFURT. Zuwachs bei der BMW-Tochter Mini: Nach dem fünftürigen Countryman debütiert auch das davon abgeleitete Coupé Paceman im John-Cooper-Works-Trimm (JCW) mit Turbo, 218 PS und Allradantrieb.

Das sportlich aufgezäumte Coupé entspricht mit 4,12 Metern Länge, einer Breite von 1,79 Metern sowie 2,6 Metern Radstand den Aussenabmessungen des Countryman JCW. Den erwünschten Coupé-Effekt stellt neben der Reduktion um zwei Seitentüren vor allem die zu den C-Säulen hin um vier Zentimeter abgesenkte Dachlinie sicher. In Verbindung mit anders designten Heckleuchten ist somit optisch für jene Portion Eigenständigkeit gesorgt, welche die Modellbezeichnung Paceman suggerieren will. Ins Visier nimmt der Hersteller damit sportlich Ambitionierte, denen die in grosser Vielfalt angebotene Mini-Meute samt Clubman-Variante eine Nummer zu klein sind.

Wie beim Countryman wird das Paceman-Topmodell (JCW) vom 1,6-Liter-Twinscroll-Turbo mit Benzindirekteinspritzung und variabler Ventilsteuerung befeuert. Das Triebwerk wartet mit beeindruckenden 218 PS bei 6000 Umdrehungen auf und stellt zwischen 1900 und 5000 Umdrehungen einen Drehmoment-Bestwert von 280 Newtonmetern zur Verfügung. Dieser kann per Overboost auf 300 Newtonmeter ansteigen. Der permanente Vierradantrieb sowie ein manuelles Sechsganggetriebe komplettieren das Racerpaket, das hohe Erwartungen weckt und fadengerade die Emotionen anspricht.

Also rein ins Auto, Startknopf gedrückt und los. Sofort kommt Fahrfreude auf, denn der Turbomotor und das Getriebe mit exakt definierten Schaltebenen brillieren als optimal abgestimmte Einheit, die den leer 1400 Kilogramm wiegenden Flitzer rasant vorantreibt: 6,9 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer sind ein respektabler Wert. Dabei ist das straff abgestimmte Fahrwerk stets auf der Höhe seiner Aufgabe und hat im serienmässigen Aerodynamik-Kit richtungsstabilisierende Assistenz.

Diese Qualitäten spielt der Allrad-Paceman aber auch im Kurvengeschlängel aus, wo die zielgenau agierende direkte Lenkung für zusätzliche Pluspunkte sorgt. Und im Bedarfsfall zählen das ESP und die kräftig dimensionierte Vier-Scheiben-Bremsanlage zu den sicheren Werten. Auf schlecht unterhaltenen Strassenabschnitten sind mit dem strammen Fahrwerk allerdings leichte Komforteinbussen verbunden. Die Antriebseinheit hält die Fuhre aber auch bei gemächlicher Gangart geschmeidig in Trab, und das zahlt sich an der Tankstelle aus. Nur so kommt der Fahrer überhaupt in die Nähe des vom Werk angegebenen Durchschnittsverbrauchs von 7,4 Litern auf hundert Kilometer. Übrigens: Wer noch komfortabler unterwegs sein will, kann optional auch eine Automatik mit sechs Gängen bestellen.

Dem Interieur geben passgenau verar­bei­te­te Materialien einen edlen Touch. Instrumente sowie Bedienungselemente sind übersichtlich und griffgünstig platziert. Die vier Einzelsitze bieten eine ausreichend straffe Polsterung, aber etwas mehr Seitenhalt, vor allem im Fond, käme der Besatzung sicher entgegen. Sitzen vorne Grossgewachsene, wird es hinten im Fussraum doch etwas eng. Die Kopffreiheit reicht aus, aber die durch die abgesenkte Dachlinie bedingten kleineren Seitenfenster können auf Hinterbänkler einengend wirken. Immerhin erfolgt der Einstieg nach hinten völlig problemlos.

Im Übrigen akzentuiert sich der kernige Motorsound aussen und im Interieur klar. Das mag spassig sein und zum sportlichen Auftritt passen, kann auf langen Fahrten aber auch ermüdend wirken. Die Serienausstattung wird dem anvisierten Premiumanspruch gerecht, lässt sich jedoch auf Wunsch durch eine lange Optionenliste individuell weiter anreichern.

Für den Paceman JCW fakturiert Mini 48 700 Franken, während für den fünftürigen JCW Countryman 47 400 Franken zu entrichten sind. Coupé und Fünftürer warten überdies mit praktisch identischem Laderaumvolumen auf, womit insgesamt dem eigenen Gusto anheimgestellt ist, welche Variante den Vorzug erhält. Und wenn es denn etwas weniger sein soll, steht neben diesen leistungsstarken Sportlern eine breite Modellpalette mit diversen weiteren Motorisierungen zur Wahl, allerdings vorwiegend mit Vorderradantrieb ausgestattet.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch