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Neue Bergstation auf 700 m ü. M.

Garagist Urs Christinger will am Schafbüel in Wildberg einen 160 Meter langen Kleinskilift betreiben. In erster Linie sollen die ortsansässigen Kinder vom Übungshang profitieren.

Wintersport wurde in Wildberg bis anhin nicht grossgeschrieben. Doch dies soll sich nun ändern. Schon diesen Winter können sich die Kinder über eine neue Attraktion freuen. Einwohner Urs Christinger will am Schafbüel – einem südlich von Wildberg gelegenen Hang – einen rund 160 Meter langen Kleinskilift betreiben. Dieser kann jeweils im Frühling abgebaut und vor dem Saisonstart wieder neu installiert werden. Die «Bergstation» wird auf rund 700 Metern über Meer stehen. Die Pläne liegen derzeit auf der Verwaltung auf. St. Moritz wolle er nicht Konkurrenz machen, meint Christinger scherzhaft. Das Vorhaben ist aber ernst gemeint. «Ich will damit einen Beitrag zum Dorfleben leisten», sagt der 43-Jährige. Er engagiere sich sonst nicht so stark in der Gemeinde, bewundere aber das Engagement der Vereine. Der Skilift hat sogar schon ein Logo und eine Webseite (www.skifahren-wildberg.ch). Auch über kantonale Auflagen, die Bewilligung und eine Versicherung hat sich der selbstständige Garagist informiert. Einen öffentlichen Parkplatz gibt es in der Nähe. Die Lage ist zudem bewusst gewählt. Der Hang liegt im Schatten. «Damit der Schnee nicht gleich wegschmilzt, wenn er mal da ist.» In erster Linie soll das Angebot für ortsansässige Kinder sein. «Der Hang ist für Anfänger gedacht.» Eine Fahrt soll einen Franken kosten. Einen Occasionsschlepplift hat Christinger bereits in Aussicht. Am Drahtseil sind sowohl Bügel als auch Teller fix angebracht. Seine Investition will er nicht genau beziffern. Der Neupreis für eine solche Anlage liegt aber etwa bei 65 000 Franken. Für das Projekt sucht Christinger noch Sponsoren. Bereits im Boot ist der Bauer, dem das Land gehört. «Ihm entsteht kein Schaden, da die Felder im Winter sowieso brach liegen», sagt Christinger, der selber begeisterter Skifahrer ist. Auch seine sechsjährige Tochter steht bereits sicher auf den Brettern. Die jüngere Tochter könnte ihre ersten Rutschversuche dagegen am Wildberger Hang unternehmen. Auf die «richtigen» Skiferien will Christinger aber auch künftig nicht verzichten. Kein Gewinngeschäft Im Kanton Zürich gibt es erstaunlich viele Skilifte. Als längster rühmt sich jener in Steg. Hinzu kommen Fischen­thal und Ghöch, der zwischen Bäretswil und Gibswil liegt. Eine Nummer kleiner ist der Sternenberger Bügellift in der Rossweid. Die Idee dafür ist 1970 am Stammtisch im Restaurant Sternen entstanden. Eine goldene Nase verdienen sich die Sternenberger aber nicht daran. «Ohne Geld aus den Gemeindefonds wäre der Betrieb gar nicht möglich», sagt Adrian Gfeller, Präsident der Skiliftgenossenschaft. Den neuen Skilift, der über 200 000 Franken gekostet hat und 2007 eingeweiht wurde, verdankt Sternenberg der Winterthurerin Hanna Bickel, die der Gemeinde nach ihrem Tod zwei Millionen Franken vermachte. Auch für das neue Pistenfahrzeug, das in der letzten Saison angeschafft wurde, musste ein Fonds angezapft werden. «Jetzt sind wir für den grossen Schnee gerüstet», sagt Gfeller. Dieser blieb in den letzten Jahren aber eher aus. Im Durchschnitt lief der Skilift mit Bergstation auf 880 Metern noch vier bis sechs Wochen lang. Ganz still stand er aber noch in keiner Saison. Ganz im Gegensatz zum kleinen Schlepplift in Weisslingen, der nur auf 620 Metern liegt. Trotzdem hält man auch dort an der 43-jährigen Attraktion fest. «Der Skilift ist bei den Kindern extrem beliebt», sagt Betreiberin Claudia Nägeli.

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