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Neue Fed-Chefin will die grosse Geldflut weiter eindämmen

Die neue US-Notenbankchefin Janet Yellen will die Geldschwemme trotz der zuletzt schleppenden Erholung am Arbeitsmarkt weiter eindämmen. Die umstrittenen Anleihen-Käufe würden voraussichtlich in massvollem Tempo verringert, sagte Yellen am Dienstag.

Yellen hat diesen Monat das Steuer der mächtigsten Zentralbank der Welt übernommen. Sie signalisierte nun in ihrer Antrittsrede vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses, den von ihrem Vorgänger Ben Bernanke eingeschlagenen Kurs fortsetzen zu wollen.

Zugleich dämpfte sie die Furcht, dass die Krise vieler Schwellenländer der US-Konjunktur gefährlich werden könnte. Die jüngsten Währungsturbulenzen seien "kein wesentliches Risiko für den wirtschaftlichen Ausblick".

Zuletzt pumpte die Fed monatlich noch 65 Mrd. Dollar in das Finanzsystem, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Yellen gilt als Anhängerin einer weichen, eher konjunkturfördernden Linie in der Geldpolitik, die weniger streng auf Inflationsgefahren achtet.

Die Fed hat ihre Bilanz in den Krisenjahren seit 2008 auf mittlerweile mehr als 4 Billionen Dollar aufgebläht. Durch die Geldschwemme drohen nach Ansicht von Fed-Kritikern im Aufschwung eine hohe Inflation und Vermögenspreisblasen wie vor einigen Jahren am Immobilienmarkt.

Durch die etwas straffere US-Geldpolitik ist es aber zugleich zu der Kapitalflucht aus Schwellenländern wie der Türkei und Brasilien gekommen, die sich mit Zinserhöhungen gegen den Verfall ihrer Währungen stemmen. Hintergrund ist, dass Anlagen in den USA mittlerweile für Investoren wieder attraktiver geworden sind.

(sda)

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